Alle Berichte des NABU Hambergen



Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere getätigte Arbeit und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft vorstellen.

 

Alle Berichte nachstehend:

hier kann man Filtern nach Jahr: 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 |2017 | 2018 |

Verleihung der Lina-Hähnle Medaille

Der NABU Hambergen beim Verleih der Medaille bei der Bundesvertreterversammlung 2018 in Berlin, v.l.n.r. Burkhard Hoffmann, Olaf Tschimpke, Jürgen Röper, Dietmar Wonneberger
Der NABU Hambergen beim Verleih der Medaille bei der Bundesvertreterversammlung 2018 in Berlin, v.l.n.r. Burkhard Hoffmann, Olaf Tschimpke, Jürgen Röper, Dietmar Wonneberger

NABU Hambergen erhält die höchste Auszeichnung des NABU

Große Ehre für unsere Gruppe - NABU Hambergen ist die "NABU Gruppe des Jahres 2018"

Im Namen des Präsidenten Olaf Tschimpke und dem NABU wurde Anfang Oktober die Nachricht an uns übermittelt, dass die NABU-Gruppe Hambergen in diesem Jahr für ihr herausragendes Engagement beim NABU und insbesondere für den "unermüdlichen Einsatz bei der Erhaltung und Regenerierung der Moore" mit der Lina-Hähnle-Medaille ausgezeichnet wird.

 

Drei Mitglieder der Gruppe Hambergen (Burkhard Hoffmann, Jürgen Röper und Dietmar Wonneberger) waren zu der NABU-Bundesvertreterversammlung am 17. November 2018 in Hamburg eingeladen, um stellvertretend für den gesamten NABU Hambergen "für unser großartiges Engagement" geehrt zu werden.

Die Verleihung im Bild

Rede von Burkhard Hoffmann (Vorstand) auf der Veranstaltung

Liebe NABU - Mitglieder'innen,

 

mit großer Freude und Dankbarkeit haben wir vom NABU - Hambergen von dieser Ehrung erfahren und nehmen sie heute entgegen. Eine große Freude für einen relativen kleinen Ortsverband und eine große Motivation für uns alle, so engagiert weiter zu machen.

 

Die Erde braucht den NABU - braucht uns als engagierte Akteure zum für den Erhalt der Artenvielfalt in jeder Hinsicht damit unsere Kinder, Enkel und Urenkel nicht demnächst zu den „bedrohten Arten“ Zählern und auf der roten Liste stehen, so wie jetzt schon viele indigene Völker z.B im Amazonas.

 

Übrigens, gestern war BAMBI-Verleihung und es gab 2 Preise für „ unsere Erde", und Johan Ernst Nilson, der einen der beiden Preise (neben Sebastian Copeland) bekam sagte dazu: Das Hauptproblem auf der Erde ist nicht die globale Erwärmung und das Plastik im Meer und das Insektensterben, das Hauptproblem sind wir, ist er Mensch!

 

Der vergessen hat, dass er diese Natur, die er zerstört, selber ist. Wir sind menschliche Natur und NICHT getrennt von anderer Natur. Das gilt es wieder zu erfahren, zu begreifen, zu entdecken und zu vermitteln, und unsere Kinder und Enkel in die Lage zu versetzten, diese Erfahrungen zu machen. Zu erkennen, dass wir diese Erde sind und lebendiger Teil eines großartigen Lebenskreislaufes und eines im Universum einzigartigen größeren Lebensorganismus namens „Planet Erde“.

 

Dazu braucht es auch den NABU - in kleinen und großen Aktionen In dem Sinne ist der Lisa - Hähnle Preis eine Würdigung aller Aktiven und Mitglieder des NABU, die unermüdlich und ehrenamtlich für die Erhaltung diese einzigartigen Lebenskreislaufes kämpfen, im Kleinen und im Großen. Aus vielen kleinen Tropfen wird irgendwann ein großer Strom!

 

Durch die wunderbare und langjährige Kooperation mit der KGS Hambergen und dem 7 Jahrgang ist es dem NABU - Hambergen gelungen, sich für ein großes Moorgebiet zu engagieren und dieses zu erhalten. Gleichzeitig wird in vielen Unterrichtseinheiten und im aktiven Entkusseln - draußen im Moor - Naturschutz vermittelt und sinnlich erfahren. Gerade die „sinnliche“ Erfahrung ist wichtig für junge Menschen, für Jugendliche im Alten von 13+14 Jahren, die mit virtuellen Eindrücken überflutet sind. Um ein Gespür für dieses „Naturgefühl“ zu bekommen, das unter die Oberfläche, die Haut geht. In Gemeinschaft sein, draußen, dem Wetter trotzen, die Schönheit, Wildheit der rauen Natur an einem kalten Februartag sehen, riechen anfassen, sich auseinandersetzten, anstrengen und dann zufrieden sein etwas in Gemeinschaft Sinnvolles für die Gemeinschaft geschafft zu haben. Solche Eindrücke bleiben haften und sind nachhaltig.

 

Es gibt in jedem Frühsommer dann eine Belohnungsaktion. in der die Jugendlichen weitere Gelegenheiten haben, in spielerischer Form Naturerfahrungen zu sammeln, z.B. „Indian Spirit, schleiche durch den Wald wie ein Indianer und spüre: alles ist lebendig und steht in Verbindung mit dir und kommuniziert mit dir, oder „Schmetterlings - leuchten“ oder „Planetarium erleben". Das ergänzt das Moorprojekt und wirkt dadurch weiter. Und es gibt viele weitere Aktionen des NABU Hambergen.

 

 

Wir sanken für die für uns sehr wertvolle Auszeichnung!

Unsere Urkunde

Wir danken allen Menschen, die uns bei diesen Aktionen unterstützen und einen nachhaltigen und wertvollen Beitrag für die Erhaltung unseres Verhältnisses zur Natur leisten. Danke an die vielen Mitglieder des NABU, die mit Ihrem Beitrag uns unterstützen!

 

 

Text: Frank Martin

NABU auf dem Weihnachtsmarkt

Auch dieses Jahr war der NABU Hambergen auf dem Weihnachtsmarkt in Hambergen vertreten. Wie im letzten Jahr war der Stand recht klein und auch am Anfang des Marktes platziert. Die Gründe dafür sind logistischer Natur, da in den letzten Jahren viele NABU-Mitglieder den großen Krafteinsatz beim Aufbau und auch den langen Standdienst nicht mehr leisten können. Um trotzdem präsent zu sein, haben wir uns eine kleine Hütte gemietet um mit den interessierten Besuchern zu sprechen. Besonders nachgefragt wurden die Nistkästen, die auf Bestellung geliefert werden. Auch im Frühjahr werden noch einmal Nistkästen auf dem Marktplatz in Hambergen verkauft, der Termin wird noch bekannt gegeben.

 

Wir suchen immer noch interessierte Mitglieder, die am Weihnachtsmarkt mitwirken wollen. Anhand der wenigen, aber sehr interessierten Besucher können wir ermessen, wie wichtig unsere Arbeit ist. Aber gerade für solche Aktionen benötigen wir junge, engagierte Mitglieder.

Meldet Euch, wenn ihr im nächsten Jahr am Stand des Weihnachtsmarktes mitgestalten wollt, hier könnt ihr uns erreichen: info@nabu-hambergen.de

 

Auf diesem Wege möchten wir uns nochmals sehr herzlich bedanken, an alle, die am Weihnachtsmarkt mitgewirkt haben! Marion, Christel, Marianne, Birgit, Kurt, Claus, Heiko, Gerold, Dietmar, Thomas, Burkhard und Frank! Und Danke an alle, die beim Losverkauf für die Tombola mitgewirkt haben!

 

Text und Fotos: Frank Martin

Eine Winterlinde für die Streuobstwiese

Der Landfrauenverein Hambergen u. Umg. hatte sich im Rahmen der landesweiten Aktion „Bienenjahr – Deutschland blüht auf“ vom Niedersächsischen Landfrauenverband nach vorausgegangener Abstimmung mit dem Nabu-Wiesenteam für den Einsatz  ‚ihrer‘  Winterlinde für die Streuobstwiese des Nabu Hambergen entschieden. Der Nabu begrüßte die Aktion ausdrücklich, es wurde ein Pflanztermin vereinbart und der Pflanzort bestimmt.

Zur Pflanzaktion war eine Delegation der Landfrauen, an der Spitze ihre Vorsitzenden, Katrin Engelken-von Oehsen, erschienen, die diese  Aktion vorstellte  und sich  für den passenden Standort bedankte.

Das Wiesenteam bedankte sich seinerseits, die Linde passe exakt in die z.Zt. angestrebte ökologische Weiterentwicklung der Wiese, bei der  Honig- und Wildbienen tragenden Funktionen haben.

Viele Fragen gingen hin und her, rege Diskussionen durchzogen die ganze Aktion. Meist ging es um die Alten Sorten im Bestand, den Umgang mit Apfelbäumen, Verwertung  der Äpfel und Obstbaumschnitt. All diese Fragen waren bei  Wolfgang Vogel und  Kurt Erfurt als Experten sehr gut aufgehoben und von ihnen beantwortet.

 

Nach der von Julian Fischers Team gut vorbereiteten Pflanzaktion ging’s an den Einsatz der Linde, bei dem auch Katrin Engelken-von Oehsen und der Bürgermeister Gerd Brauns zum Spaten griffen.

Das Wiesenteam lud abschließend dazu ein, die Wiese auch weiterhin im Blick zu behalten und sie vor allem zur Blüte- und Erntezeit  aufzusuchen, vielleicht auch einmal mitzuwirken.

 

Kaffee und Kuchen auf dem Gelände der Vorsitzenden rundeten eine sehr gelungene Aktion ab, bei  der die Landfrauen und der Nabu ein Stück zueinander gefunden haben.

 

Wer gern eine Winterlinde selber pflanzen möchte, kann gern hier nachsehen: Pflanzanleitung Winterlinde

 

Text und Fotos: Gerold Wieting

Weitere Bilder von der Aktion

Aktionstag auf der Streuobstwiese

Ende September trafen sich 17 Aktive auf der Streuobstwiese, darunter auch Kindergruppen mit ihren Eltern, um bei der ökologischen Weiterentwicklung des NABU-Projekts am Alten Rathaus mitzuwirken.

 

Nach der Einteilung der Arbeitstrupps knatterten sofort die Motoren von Wiesenmäher, Kettensägen und Bagger. Die Trupps besetzten ihre Arbeitsbereiche, wozu auch die  Honigbienenwiese und der Obstbaumbereich zählten.

 

 

Ausgerüstet mit Schaufel, Spaten, Hacke und Harke sorgten die Säuberungs- und Pflegetrupps für die Beseitigung  des  Baum- und Strauchschnitts, der in eine Benjeshecke eingepflegt wurde. Darüber hinaus beseitigten sie alte Zäune, säuberten Wiesenblumenbereiche,  entfernten unkontrolliert wachsende Brombeersträucher und begleiteten den Baggereinsatz am Teich, der umfassend entschlickt und vom dominierenden Rohrkolbenbestand befreit wurde.

Nach 4 Arbeitsstunden wurde zu Tisch geläutet, bei schmackhaftem Eintopf kam es zu einem regen Gedankenaustausch über Streuobstwiesen und dem vorausgegangenem Einsatz.

 

Kurt Erfurt und Gerold Wieting bedankten sich im Namen der NABU-Gruppe Hambergen für die Teilnahme an der Aktion, der tollen Moral und der mehrfach signalisierten Bereitschaft, bei künftigen  Aktionen des NABU wieder  mitzuwirken – eine sehr gute Option, die sicherstellen kann, dass die angestrebten Ziele der Streuobstwiese auch erreicht werden können.

Bildergalerie

Die angelegte Bildergalerie belegt die bis zum Ende anhaltende  Einsatzfreude und Arbeitsintensität der Teilnehmer, mit der die angestrebten Arbeitsziele gut  erreicht werden konnten. (Ein Klick auf das Bild vergrößert das Bild).

Der Baggereinsatz

Text: Gerold Wieting, Fotos: Dietmar Wonneberger

Niedersächsischer Umweltpreis 2018 der Bingo-Umweltstiftung

Das Bild zeigt den niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies, Dietmar Wonneberger vom NABU Hambergen und den Landtagsabgeordneten aus Osterholz-Scharmbeck Axel Miesner bei der Preisübergabe (Foto Simona Bednarek).
Das Bild zeigt den niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies, Dietmar Wonneberger vom NABU Hambergen und den Landtagsabgeordneten aus Osterholz-Scharmbeck Axel Miesner bei der Preisübergabe (Foto Simona Bednarek).

Eine der großen naturschatzfachlichen und na­turschutzpolitischen Herausforderungen ist die Schaffung eines Biotopverbundes auf mindes­tens 10 % der Landesfläche, wie es im BNatSchG vom 29.07.2009 gefordert wird.

In unserer oftmals ausgeräumten Kulturland­schaft ist es für die Arten überlebenswichtig ge­eignete Korridore und Trittsteinbiotope zu fin­den, um ihren Lebensraum zu wechseln und sich genetisch auszutauschen.

 

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung wür­digt daher im Jahr 2018 herausragende Projekte, die zu einer erfolgreichen Biotopvernetzung bei­getragen haben.

 Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover übergaben Umweltminister Olaf Lies und die Vorstandsvorsitzende der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung (NBU), Sigrid Rakow, die Preise an die Gewinner. Eine Fachjury hatte die Projekte aus 46 Wettbewerbsbeiträgen ermittelt.

Umweltminister Olaf Lies: „Die Entwicklung von Biotopverbundsystemen ist eine der wichtigsten Aufgaben im Naturschutz, um nicht nur die Artenvielfalt zu erhalten, sondern auch um den Folgen des Klimawandels entgegen zu wirken. Ich danke daher der Bingo-Umweltstiftung, die das Thema Biotopverbund zu einem wichtigen Förderschwerpunkt der Stiftung entwickelt hat. Jedes einzelne Projekt, das an der Auslobung des diesjährigen Niedersächsischen Umweltpreises teilgenommen hat, trägt zum Biotopverbund bei. Für Ihr Engagement und Ihre Begeisterung für die Sache möchte ich Ihnen sehr herzlich danken.“

Der NABU Hambergen arbeitet gemeinsam mit der KGS Hambergen seit mehr als fünfzehn Jahren im NSG Heilsmoor, um das Moor auf 80ha Fläche von Kiefer- und Birkenbewuchs freizuhalten. Ohne den Einsatz der NABU-Aktiven und der Schülerinnen und Schüler wäre dort ein Wald entstanden, das Moor hätte seine biologische Funktion als Moorbiotop verloren. Bis jetzt arbeiteten ca. 2.500 Siebtklässler an dem Projekt mit. Für die hervorragende Umweltarbeit wurde das Projekt vom niedersächsischen Umweltminister mit einer Urkunde geehrt.

 

Inzwischen konnte der Aufgabenbereich von NABU und Schule erweitert werden.

Die NSG Springmoor und Heilsmoor sind Bestandteil des Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 und nur 2 km voneinander entfernt. Beide Moore besitzen Feucht- und Trockengebiete und beide werden vom Oberlauf der Hamme (LSG) tangiert. Sie fließt durch eine Wiesenlandschaft und dient als Verbindung der Biotope, besonders für Libellen und Schmetterlinge.

Für die vorkommende moortypische Fauna und Flora würden bei fehlender Entkusselung die Lebensräume schattiger bzw. ganz verschwinden, der aufkommende Bewuchs würde den Lebensraum für die vorkommenden Arten zerstören und somit eine Austausch zwischen diesen Gebieten sehr stark einschränken. Gleichzeitig könnte der Boden für die wärmeliebenden Reptilien nicht mehr erwärmt werden.

Durch die Zusammenarbeit von NABU und Schule ist es nun auch möglich, den Biotopverbund von NSG Heilsmoor und dem NSG Springmoor zu erhalten. Bereits seit mehreren Jahren wird auch die Sandheidefläche im Springmoor entkusselt, der Landkreis arbeitet parallel dazu mit schwerem Gerät in beiden Mooren.

Mauersegler 2018 in Hambergen

In diesen Tagen verlassen uns die Segler,

ziehen südwärts über die Sahara hinaus

bis in die Innertropische Konvergenzzone zwischen

Äquatorial- und Südafrika, wo es nach saisonalen

Niederschlägen ein großes Insektenangebot gibt.

Derweil verzeichnet die NABU-Gruppe Hambergen im heimischen Brutgebiet das erfolgreichste Mauerseglerjahr seit 2003, dem Beginn der Betreuung des Sommervogels. Etwa 40 Segler wurden an den Brutschwerpunkten Altes Rathaus und Altes Feuerwehrhaus registriert, nachdem das Nisthilfenangebot  zuvor erweitert und auch angenommen wurde.

In 9 Monaten kommen die Segler zurück, bis dahin ist eine Menge zu tun, um der dann gestiegenen Nisthilfennachfrage zu entsprechen. Außerdem sind am Alten Rathaus Flugschneisen für den An- und Abflug und die den Seglern entsprechenden Sozialflüge (Gruppenflüge) freizulegen.

 

Die Gruppe bereitet sich vor, der diesjährige Erfolg ist großer Ansporn.

 

Text und Bilder:

Jürgen Röper und Gerold Wieting

Radtour zur Luneplate

Am 17.06. haben wir eine Fahradtour zur Luneplate (CT4 Kompensationsmaßnahme) in Bremerhaven mit 8 Teilnehmern unternommen. Von Lübberstedt aus sind wir mit dem Zug bis Bremerhaven gefahren. Ca. 30 Km haben wir bei bestem Fahrradwetter zurückgelegt.

Zu sehen bekamen wir Kampfläufer, Uferschnepfen, Rotschenkel, Gr. Brachvögel, Löffler, Brandgänse, Grau- u. Kanadagänse und div. Offenland-Singvögel. Den Teilnehmern hat es sehr gefallen.

Das Bild zeigt ein Picknick mit den Teilnehmern. Nicht auf dem Bild: Heiko Ilchmann

 

Text und Bilder:

Heiko Ilchmann

Fahrradtour zu unseren Projekten

Die jährliche Fahrradtour zu unseren Projekten hat stattgefunden.

 

Treffpunkt war wie immer um 15 Uhr an der Kirche in Hambergen. Die von Claus Neubauer geführte Tour führte zur Streuobstwiese, zur Vohrlingenhecke, zur KGS, zum Trafo weiteren Projekten des NABU Hambergen.

 

Sie dauerte ca. 2 Stunden.

Jahreshauptversammlung 2017

Versammlung in der Mühlenscheune Lübberstedt
Versammlung in der Mühlenscheune Lübberstedt

Bei der Jahreshauptversammlung für das Jahr 2017 waren 21 NABU-Mitglieder und 3 Gäste anwesend. Unser Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock ließ ein Grußwort ausrichten, war aber leider verhindert. Die Versammlung begann um 19:00 Uhr und war gegen 22:00 Uhr beendet. Es wurde zum ersten Mal an der Lübberstedter Mühle getagt. Es gab viele interessante Berichte und 5 Ehrungen. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Frank Martin und Burkhard Hoffmann führen den Vorstand weiter, es wird noch ein weiteres Vorstandsmitglied gesucht. Gerold Wieting und Dietmar Wonneberger wurden zu Beiräten gewählt.

Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese

Auch in diesem Frühling musste auf unserer Streuobstwiese am alten Rathaus einiges getan werden. Der Verbiss- schutz an den Obstbäumen wurde fachmännisch verbessert und auch erneuert, damit der Rasen direkt am Baum besser gemäht werden kann. Der Einsatz dauerte gut 3 Stunden, aber das Wetter spielte gut mit. Etwa 12 Aktive waren dabei. Zu guter Letzt gab es eine schöne Brotzeit, die Kurt und Marion Erfurt vorbereitet hatten..

 

Mit dabei 2 neue NABU-Mitglieder, die hier ihren ersten Einsatz für im NABU Hambergen machten.

 

Die Streuobstwiese ist arbeitsintensiv, muss immer weiter bearbeitet werden. Eine kleine Gruppe von Aktiven kümmert sich darum. Sie können noch Mitstreiter gebrauchen. Meldet Euch bei uns, wenn ihr mitmachen wollt.

 

Bilder: Burkhard Hoffmann

Hier noch ein paar Bilder von dem Einsatz

Text: Frank Martin

Wildbienen auf der Streuobstwiese

Auch dieses Jahr wurde von unserem NABU-Mitglied Kurt Erfurt in das Insektenhotel ein Wildbienen-Kasten eingesetzt. Es beinhaltet unsere erste Mauerbienenzucht auf der Steuobstwiese. Der dafür extra hergestellte Bienen Nistblock wurde integriert.

 

Nun kann der Frühling kommen!

Text: Frank Martin, Fotos: Marion Erfurt

Nistkastenpräsentation der NABU-Gruppe

Die diesjährige Aktion  der Nabu-Gruppe verlief wiederum sehr erfolgreich, deutlich vor Schluss waren sämtliche Nisthilfen vergriffen, weitere Nachfragen wurden an den folgenden Tagen ‚abgearbeitet‘, um die einsetzende Brutperiode noch rechtzeitig zu erreichen.

‚Star des Tages‘ war eindeutig der Vogel des Jahres mit einer sehr gelungenen Nisthilfen-präsentation, welche stark nachgefragt war.

Die Bestandsabnahme des Vogels und anderer Arten im eigenen Garten ist auch bei den Besuchern am Stand nicht unbemerkt geblieben. Überhaupt standen Themen  über Natur und Umwelt sehr im Fokus.

NABU-Aktive am Stand waren: Sigi, Heinz und Gerold

Bericht: Gerold Wieting, Bilder: Dietmar Wonneberger

Kopfweidenschnitt auf der Streuobstwiese

Neben den 55 Obstbäumen stehen am Rand der Streuobstwiese auch 16 Kopfweiden. Damit der „Kopf“ entsteht, werden die Bäume in Abständen von 3 – 5 Jahren geschnitten. Geschieht dies regelmäßig, bilden die Weiden Hohlräume in ihren Stämmen. Sie bieten hervorragende Brut- und Nistplätze für zahlreiche Vögel, darunter stark gefährdeten Arten, aber auch Unterschlupf für kleine Säugetiere. So fühlen sich hier Weidenmeise, Grauschnäpper und Gartenrotschwanz recht wohl, aber auch Fledermäuse, Steinkauz, Hohltaube und Siebenschläfer. Auch zählt die Weide zu den insektenreichsten Baumarten Mitteleuropas. Der Kopfweidenpflege wird im Naturschutz besondere Bedeutung beigemessen.

Einige Aktive des NABU Hambergen trotzten der Kälte. Bei – 10°C und Sonnenschein gingen sie am 28. Februar  an die Arbeit. Unterstützt wurden sie vom Ritterhuder NABU-Mitglied Herbert Asskamp. Mit Kettensäge und Hochentaster wurden die ausgetriebenen Weiden zur typischen Kopfform zurückgeschnitten. Ein abschließender Glühwein kam nach getaner Arbeit gerade recht.

 

Bericht und Fotos: Dietmar Wonneberger

Arbeitseinsatz in der Sandgrube mit dem BUND

In der fast 8 ha großen Sandgrube wird seit ca. 20 Jahren kein Sand mehr abgebaut, inzwischen hat sich die Grube zu einem besonderen, abwechslungsreichen Biotop entwickelt. Doch beschatten die inzwischen dort gewachsenen Kiefern die Sandfläche, sodass der Lebensraum für verschiedene Pflanzen- und Tierarten nicht mehr gewährleistet ist. Deshalb wird seit mehreren Jahren der Bewuchs vom NABU Hambergen gemeinsam mit Naturschützern des BUND Bremen an ausgewählten Stellen kurz gehalten.

Um dem entgegenzuwirken, entkusselten 18 Aktive am 17. Februar 2018 teilweise das Gelände. Die entnommenen Bäume wurden gehäckselt. Nach getaner Arbeit wurden die Aktiven mit einer kräftigen Käsesuppe belohnt.

 

Seltene Tier- und Pflanzenarten haben sich in der Sandgrube angesiedelt: Teich-, Kamm- und Fadenmolch, verschiedene Tagfalter, Widderchen, eine große Zahl von Solitärbienen. Auch der Pillenfarn wächst dort.

Herzlichen Dank an die Gemeinde Hambergen, die den Häcksler unentgeltlich zur Verfügung stellte, ebenso an den Besitzer Jan von Oesen, der die Erlaubnis für die Entkusselung gab und der einen Hänger für das Schreddergut bereitstellte.

 

Text und Fotos: Dietmar Wonneberger

Jahreshauptversammlung erst im Mai

Liebe Mitglieder und Freunde des NABU Hambergen, aus internen Gründen haben wir die diesjährige Jahreshauptversammlung (für das Jahr 2017) verschoben. Sie findet jetzt statt am

 

Dienstag, den 15. Mai 2017 um 19:00Uhr

 

Der Veranstaltungsort wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.

gez. das Vorstands-Team des NABU Hambergen

 

Bis dahin ein paar Bilder aus der Bilddatenbank des NABU zum Thema Mai! Viel Freude damit.

Entkusseln vor 20 Jahren

Wir haben einmal unsere Archive durchgesehen und ein paar schöne Fotos ausgekramt.

Schon seit 20 Jahren entkusselt der NABU Hambergen die Moore. Früher noch mit Pferden und ein paar engagierten Naturschützern, heute in Kooperation mit der KGS und mehr als 150 Schülern jedes Jahr (siehe Berichte).

Als wir ca. 1998 diese Aufnahmen machten, konnten wir noch nicht ahnen, dass wir in den vielen kommenden Jahren so viel Anerkennung für dieses Projekt erhalten würden. Wir wurden dafür sogar von der UN ausgezeichnet (siehe Bericht).

Die damalige Methode, in dem unwegigen Gelände Pferde einzusetzen, war sehr effektiv, aber auch mit Schwierigkeiten verbunden.

Es bedeutete eine große Anstrengung, die Pferde und die Schlitten in das sumpfige Naturschutzgebiet zu überführen. Die freundliche Hilfe des Besitzers der Kaltblüter (wer weiß noch seinen Namen?) war es zu verdanken, dass nicht die Muskelkraft sondern die Pferde die Motoren für die Schlitten waren (wo sind eigentlich die Schlitten geblieben?). Aber auch Gefahren lauerten. So versackte ein Pferd und konnte nur mit großen Mühen wieder befreit werden.

In diesem Einsatz sind zu sehen: Dietmar Wonneberger, Jürgen Röper, Manfred Kück und seine Tochter, Willi Geils, Reiner Gärtig und andere.

Nachdem die entkusselten Bäume geschnitten wurden (die Methode ist heute noch immer die gleiche) wurden sie auf den Schlitten bis zum Rand des Moores abtransportiert.  Die Gemeinde hat dann das Material an Ort und Stelle gehäckselt bzw. von dort abtransportiert. 

Die von einer Firma gebundenen Faschinen fanden im Küstenschutz Verwendung. Die Schlitten wurden zu Beginn von uns gezogen, bzw. geschoben. Weil das zu anstrengend war, kamen wir auf die Idee mit dem Pferde-Schlitten. Uwe Tellmann (aus Lübberstedt) hatte die zwei Schlitten damals für den NABU gebaut. Später hatten wir auch einen Raupentraktor eingesetzt (Raupenbreite 1,20 m); eine gute Lösung, doch das war zu teuer. 

 

 

Die Fotos stammen übrigens aus den Archiven von Jürgen Röper und Dietmar Wonneberger. Wer sich auf den Bildern wiedererkennt, der melde sich doch bitte einmal bei mir per E-Mail. Gerne nehme ich Eure Namen noch als die Pioniere in diesen Artikel mit auf.

Bilder: NABU Hambergen, eingescannt von Dietmar Wonneberger

Text: Frank Martin

Entkusseln 2018 – ein trauriger Rekord?!

Nur um es von Anfang an klar zu stellen:

Unsere Siebtklässler waren wieder dabei und sie haben ihre Sache gut gemacht!

Wie im vergangenen Jahr waren es der 23. und 24. Januar, an dem der 7. Jahrgang zu seinem schon Tradition gewordenen Arbeitseinsatz losgezogen ist: Am 23. Januar waren es die Klassen 7.2, 7.3 und 7.4 der KGS Hambergen, die im Heilsmoor in verschiedenen Bereichen unterwegs waren und Birken und Kiefern entfernt haben.

Am 24. Januar halfen die Klassen 7.1, 7.5 und 7.6, den überhand nehmenden Kiefernwuchs im Springmoor zu beseitigen.

Wie in den letzten Jahren hat sich eine Sache bestätigt: Wenn engagierte und überzeugte KlassenlehrerInnen vorangehen, dann sind auch die SchülerInnen mit Begeisterung dabei.

Das war auch in diesem Jahr so! Neben den vielen getreuen Helfern vom NABU Hambergen, den Freunden von der Biologischen Station Osterholz haben auch einige neue Helfer den Weg zu uns gefunden: Harry Westenberger, Wolfgang Müller und Frank Martin. Auch unser Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock hat durch seine Teilnahme (wieder einmal) bewiesen, wie wichtig ihm dieses Projekt ist! 

 

Zwischendurch gab es Besuch vom Landkreis Osterholz - Ole Vollmerding schaute nach den Rechten: Was schaffen wir mit „manpower“? Wo ist vielleicht ein späterer Einsatz von Maschinen notwendig? Immerhin gibt es genug Bereiche, wo die Bäume inzwischen zu groß sind für Bügelsäge und Astschere… Übrigens: Die von uns entfernten Bäume wurden am Rand des Moores aufgestapelt. Wir können uns auch in diesem Jahr darauf verlassen, dass sie sachgerecht geschreddert und abgefahren werden – dank guter Absprachen mit dem Landkreis Osterholz.

 An dieser Stelle müssen auch die Eltern unserer SchülerInnen genannt werden!

Sicher nicht immer einfach: Mit Fahrgemeinschaften organisierten sie den Transport zum Wasserwerk Wallhöfen und zum Springmoor für immerhin 150 Kinder – eine logistische Meisterleistung. Einige Mütter haben uns sogar vor Ort in der Pause besucht und unsere SchülerInnen mit Kakao, Tee, Kuchen u.a. verwöhnt und verbrauchte Energien zurückgebracht.

Ohne ihre Hilfe wäre die Entkusselungsaktion in dieser Form wohl nicht denkbar – ein großes DANKESCHÖN! dafür.

Zwei Tage später gab’s eine Rückschau auf den Einsatz: In der Mensa der Schule haben sich alle Beteiligten noch einmal zusammengefunden und beide Tage Revue passieren lassen. Der Förderverein unserer Schule, unserer Samtgemeinde-bürgermeister und Fa. Kück haben für alle Beteiligten ein kleines Frühstück ausgegeben.

 

Und was war nun der Rekord?

Warum war unser Einsatz dann womöglich ein trauriger Rekord? Noch nie sind wir Ende Januar bei Temperaturen um +12 °C losgegangen, noch nie war es so warm. Erste Anzeichen einer globalen Erwärmung? Zumindest ein Grund, mal ernsthaft  ´drüber nachzudenken!

 

Bericht: Thomas Köhring, Fotos: verschiedene NABU-Mitglieder der Gruppe Hambergen


Presseberichte


Bericht des Osterholzer Anzeigers:

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Bericht des Osterholzer Anzeigers
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Fotogalerie

Hier sind die vielen schönen Bilder zu sehen, die verschiedene NABU-Mitglieder "geschossen" haben. Beim Anklicken könnt ihr sie vergrößern!

15 Jahre aktiv für den Mauersegler

Am Ende der Brutsaison wurden  etwa 25 Segler bei Sozialflügen allein im Bereich des alten Rathaus beobachtet, deutlich mehr als in vorausgegangenen Jahren.

Wir haben das zum Anlaß genommen, die langjährige Arbeit mit den Mauerseglern einmal zu dokumentieren.

 

Lest dazu hier mehr

 

 

Bild: NABU / Fotonatur

Die Ortsgruppe Hambergen schaut auf ein erfolgreiches Mauerseglerjahr 2017 zurück. Nisthilfenprogramme  stabilisieren und  vermehren die heimischen Bestände.

 

2 geführte Exkursionen zu den Kranichen

Jedes Jahr unternehmen wir eine oder mehrere Führungen in die Rastgebiete der Kraniche. Diesmal waren es 2 Exkursionen.

 

Samstag den 21.10.2017

mit der Hofgemeinschaft Lütjen und dem Kulturland e.V.

 

Es waren ca. 30 Teilnehmer von der Hofgemeinschaft und Förderer von Kulturland e. V. begeistert vom Einflug der Kraniche (ca. 10000) und Gänse ins Günnemoor. Als Highlight konnten wir kurz vor Einbruch der Dämmerung noch einen  Raubwürger  im Gipfel einer Birke in ungefähr 80-100m Entfernung beobachten. Kulturland e. V. ist ein Verein zum Kauf landwirtschaftlich bewirtschafteter Flächen, die dann von Umstellungsbetrieben und Biolandwirten gepachtet werden können. Es ist ein Schutz für die Landwirte vor dem Ausverkauf von Äckern und Feldern, letztendlich vor der Pleite! Förderer sind herzlich willkommen! Näheres unter www.kulturland.de

Sonntag, den 29.10.2017

mit 20 Interessierten vom NABU Geestenseth und 10 weiteren angemeldeten aus der Region (30 Anmelder+ unbekannte, in Summe ca. 40 P.)

 

Auch diese 30 Teilnehmer waren begeistert vom Einflug der Kraniche (7130) und Gänse. Die Leute vom NABU Geestenseth verstehen es, sich gemütlich zu machen wie auf dem Foto zusehen ist mit Punsch, Schnittchen und Kuchen.   Vielleicht ist das nachahmenwert!? 

Insgesamt sind beide Veranstaltungen gut angekommen. Wir werden diese Exkursionen fortführen. Bitte schaut dazu in unsere aktuelle Terminübersicht.

Text und Fotos: Heiko Ilchmann, Frank Martin

NABU auf dem Weihnachtsmarkt

Klein - aber dabei sein! Das war das Motto der vielen Aktiven dieses Jahr am 3.12. und 4.12. auf dem Hamberger Weihnachts-markt.

Im neuen Gewand präsentierte sich der NABU, diesmal in einer kleineren Hütte. Grund war u.a., dass der Aufwand, den großen, alten Stand jedes Jahr aufzubauen und mit Standpersonal zu bestücken, zu groß geworden war und - dass der Ausschank von heißem Apfelsaft sowieso nicht stattfinden konnte, da die Apfelernte dieses Jahr so gering ausgefallen ist, dass es keinen Apfelsaft gab.

Trotzdem wollten wir unbedingt präsent sein, und so haben wir kurzerhand eine "Bude" gemietet, um für die vielen Interessierten da zu sein.

Und so wurde dieses Jahr der Auftritt etwas kleiner, aber nicht minder lustig, wie man im Bild erkennen kann (im Bild: Heiko Ilchmann und Wolfgang Müller, unsere Vogel-Experten).

Themenbezogen wurde der Stand besetzt, über Allgemeines, die NAJU-Gruppe bis hin zum Baumschutz, über Wölfe und Bienen, über Greifvögel und Streuobstwiese wurde diskutiert und Informationsmaterial verteilt.

Attraktion war auch der Weihnachtsbaum, an den Besucher "Sterne" mit Wünschen an den NABU bzw. an den Naturschutz hängen konnten.

Zu guter Letzt wurden auch noch einige Bestellungen für Nistkästen aufgenommen.

Im nächsten Jahr werden wir wieder dabei sein, ob hier oder an einer anderen Stelle (dann ist ja unser "alter Platz" vor der Volksbank wieder verfügbar), werden wir sehen.

Und drückt mal die Daumen, dass 2018 die Apfelernte besser ausfällt, dann können wir auch wieder unseren beliebten Punsch ausschenken!

 

Text und Foto: Frank Martin

Seeadler Exkursion

Am 12. November unternahmen 11 Nabu-Mitglieder unter der Leitung des Falkners Wolfgang Müller eine Exkursion zu dem in der Wümme- / Hammeniederung beheimateten Seeadlerpaar.

Das nasskalte Wetter hielt die Teilnehmer nicht davon ab, sich bei einem dreistündigen Fußmarsch auf die Suche nach den beiden Seeadlern zu machen. Ausgerüstet mit warmer Kleidung, Ferngläsern und einem Spektiv war man frohen Mutes, die beiden Altvögel zu finden.

 

Bei einer Reviergröße von ca. 100.000 ha ein eher gewagtes Unternehmen. Auch die Idee, einfach am Rand des Seeadlerrevieres entlangzugehen, erwies sich nach kurzer Diskussion als nicht machbar - würde diese Strecke doch etwa 110 km betragen. Dafür war es nun wirklich zu kühl.

Unter fachkundiger Führung des Falkners konnten wir schließlich den Adlerhorst aus ca. 400 Meter Entfernung besichtigen. Leider hatte auch hier das Orkantief „Xavier“ zahlreiche Bäume in Horstnähe zum Umstürzen gebracht. Auch blieb der Adlerhorst selbst nicht ganz verschont. Jedoch ließ sich das Adlerpaar nicht davon verdrießen und ist mit der Ausbesserung nun sicherlich noch einige Zeit beschäftigt.

Obwohl Adlerhorste mit den Jahren eine Größe von 2-3 m Durchmesser, 5 m Tiefe und ein Gewicht von 500 kg erlangen können, sind Seeadler jedoch in der Lage innerhalb von 10 Tagen ein „funktionierendes“ Nest zu bauen. Die besten Wünsche der NABU –Leute sind ihnen hierbei sicher.

Hatten wir in Niedersachsen vor ca. 20 Jahren gerade einmal 2 Seeadler-Brutpaare, so sind es heute immerhin 54 Brutpaare. 34 von ihnen haben 2017 erfolgreich gebrütet und insgesamt 57 Jungvögel zur Welt gebracht.

Der Seeadler ist nicht nur das Wappentier der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch der größte einheimische Greifvogel. Bei einer Flügelspannweite von bis zu 2,50 Metern und einem Gewicht zwischen 4 bis 6 kg, sind diese imposanten Vögel in der Luft fast nicht zu übersehen.

Daher zum Abschluss hier noch einen Tipp des NABU-Falkners Wolfgang Müller an alle nicht so bewanderter Greifvögelkenner: Bevor man laut kundtut, das dort am Himmel eine Tür fliegt, lieber erst einmal behaupten das dort oben könnte ein Seeadler sein.

 

 

PS: Die Adler haben wir natürlich nicht gesehen

 Text und Foto: Wolfgang Müller

Herbst-Einsatz am Trafo

Am 11.11. wurde bei uns nicht Karneval eröffnet, sondern um 9 Uhr morgens trafen sich ein paar Aktive am Trafo in der Feldstraße, um den diesjährigen Schnitt zu beginnen.

Unter der fachlichen Beratung und auch tatkräftigen Beteiligung von Gerold Wieting haben Claus und Birgit Neubauer zusammen mit Frauke und Ida die Büsche soweit erst einmal beschnitten. Es fehlen jetzt noch einige weitere Pflegemaßnahmen auf der Rückseite des Geländes, die im Frühjahr ausgeführt werden sollen. Unser Bild zeigt den aktuellen Zustand. Den vorherigen Zustand kann man auf den Bildern unten sehen. Es werden noch tatkräftige Helfer gesucht, die sich an der weiteren Pflege der Außenanlagen beteiligen wollen. 

Text und Fotos: Frank Martin

NABU kauft Fläche im Hamberger Moor

Blick auf die vom NABU erworbene Fläche
Blick auf die vom NABU erworbene Fläche

Naturefund gibt Gelder, NABU Hambergen übernimmt Betreuung

Etwa eine 5 ha große Fläche in zwei Teilen wurde von dem NABU Landesverband erworben und dem NABU Hambergen zur Betreuung übertragen. Den Kauf möglich machte der Verein NATUREFUND e.V., der Spendengelder sammelt und dem NABU zum Kauf dieser Fläche gespendet hat.

NATUREFUND ist an den NABU Hambergen aufmerksam geworden, da wir schon seit vielen Jahren uns hier um die Moore kümmern, u.a. mit den Schülern der KGS jedes Jahr umfangreiche Maßnahmen durchführen. Unser Moorprojekt-Betreuer Jürgen Röper, jahrelang selbst im Vorstand des NABU Hambergen, sowie der Vorstand in Person von Claus Neubauer haben nach umfangreicher Recherche Moorflächen im Hamberger Moor gefunden, deren Besitzer bereit waren, diese zu verkaufen.

Nach Einigung über den Kaufpreis wurden die weiteren Formalien eingeleitet. Naturefund e.V. finanziert, der NABU Landesverband ist der Käufer, die Pächter bzw. Betreuer sind der NABU Hambergen. Die Vorbereitungen liefen über ein dreiviertel Jahr. 

Im Oktober 2017 war es dann soweit, der Kauf war perfekt. 

 

Weitere Flächen sollen gekauft werden. Diese Flächen werden damit für die Natur gesichert. Wer Flächen besitzt, die er gerne verkaufen will, kann sich gern an uns wenden.

Außerdem kann jedermann Pate werden und damit für den Kauf eine geringe Summe spenden. Informationen gibt es dazu hier: Naturefund e.V.

 

Hier ein kleines Video von Jürgen Röper über das Torfmoos:

Der Weserkurier hat am 14.10. schon über uns berichtet. Hier der Artikel:

Ein schöner Bericht im Weserkurier
Ein schöner Bericht im Weserkurier

Text und Fotos: Frank Martin

Zeitungsartikel: Weserkurier, Osterholzer Kreisblatt

Neuer Unterstand auf der Streuobstwiese

Der Stand nach der Aktion
Der Stand nach der Aktion

 

Um den Besuchern der Streuobstwiese auch bei schlechterem Wetter den Besuch zu erleichtern, wurde die Hütte, die wir sonst auf dem Weihnachtsmarkt aufgestellt haben, auf der Streuobstwiese fest installiert. Dazu musste ein Fundament errichtet werden, dass als Auflager für die Hütte diente.

Nach den Vorarbeiten und Planungen von Claus Neubauer kümmerte sich unsere Technikgruppe in Zusammenarbeit mit vielen Aktiven des NABU um den fachgerechten Aufbau. Zunächst wurde ein Platz ausgesucht, dann vermessen. Die Aufliegepunkte wurden exakt bestimmt und die Auflager einbetoniert. An einem weiteren Termin wurden die Hüttenteile mit einem Trecker angefahren und aufgestellt. Mit vereinten Kräften wurde das Dach aufgesetzt und mit der Plane überzogen.

 

 

In naher Zukunft soll der Unterstand noch schön gestaltet werden. Ein Anstrich und eine Verschalung tut not.

Nutzen darf ihn jeder, besonders die NAJU-Gruppe wird ihn benutzen als Versammlungsort für ihre Aktivitäten bei schlechtem Wetter.

 

 Text und Bilder: Frank Martin

Überraschung im Ziegeleitrafo

Junge Turmfalken im Einflugloch
Junge Turmfalken im Einflugloch

Das war eine echte Überraschung, als der Berichtende heute Morgen das Ziegeleigelände betrat und sogleich den Blick auf das Einflugloch des im Innenraum eingesetzten Brutkastens für Schleiereulen lenkte: im Schattenbereich der Öffnung war Bewegung, zu erkennen war indes nichts.

 

Wohl aber im Nistkasten dahinter, wo sich am Fluglocheingang 2 Jungfalken und ein Altvogel mit mindestens einem Jungvogel aufhielten. Wegen sogleich einsetzender Unruhe der Vögel wurde der Kastendeckel sofort wieder geschlossen, auf eine exakte Feststellung des Bestandes deshalb verzichtet.

 

Auch wenn die Kontrolle der Schleiereule galt, sind die neuen Gäste natürlich herzlich willkommen.

 

Auf den Nachtvogel, der schon seit 4 Jahren nicht mehr im Trafo anzutreffen ist (nach Rekordbruten in den Jahren zuvor), muss die NABU-Gruppe also weiter warten, mit Geduld.

 

Text und Bild: Gerold Wieting

Hambergen bekommt eine NAJU Gruppe

Wir haben wieder eine NAJU-Gruppe in Hambergen! Unsere beiden Mitglieder Frauke  und Stefanie sind schon seit einiger Zeit mit einer noch sehr kleinen Gruppe Kinder im Alter von 7-14 Jahren in der Natur unterwegs.

Alles, was sie dort tun, dreht sich um das Thema "Natur", es geht um Spuren lesen, zuhören, beobachten, basteln, bauen oder einfach nur ausgelassen toben und spielen. Rund ums Jahr und bei jedem Wetter.

Die Gruppe soll wachsen, sie ist offen für Kinder jeden Alters. Damit sie wachsen kann, braucht sie einen Treffpunkt und Unterschlupf.

Dafür brauchen wir Eure Hilfe! Haltet die Augen offen, schaut in Euren Gärten nach und fragt Freunde und Bekannte. Wir suchen einen Bauwagen, eine Hütte, einen Schuppen oder einfach nur ein Dach zum Abholen und wieder aufbauen. Oder ein schönes überdachtes Plätzchen in Waldnähe, sehr gerne auch mit der Erlaubnis, dort ein Feuer zu machen.

 

 

Hier kann man mehr erfahren.

Wanderung am 1. Mai

Bei schönsten Frühlingswetter führte uns die diesjährige NABU-Wanderungauf den Rotenburger Nordpfad "Hölzerbruch-Malse" bei Basdahl.

Mit 17 Personen, vom 12jährigen Schüler bis zum 80jährigen Rentner, Hamberger sowie Osterholzer,  machten wir uns auf die 13km lange Runde. Es ging durch schöne Wiesenbereiche, das NSG Forst Malse, die Quellgebiete der Lune und Geeste 

sowie das Waldgebiet Hölzerbruch.

 

Eine künstlerische Picknickpause gab es im Skulpturenpark "Blaue Leiter" mit einer  Gemälde-ausstellung.

Nach  viereinhalb Stunden fand die Tour bei anhaltend guter Laune ihren Abschluss in der "Sauhütte" 

 

in Hipstedt.

 

Bericht und Bilder: Harry Westenberger

Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese

Auch in diesem Frühling musste auf unserer Streuobstwiese am alten Rathaus einiges getan werden. Der Verbisschutz an den Obstbäumen wurde fachmännisch verbessert und auch erneuert, damit der Rasen direkt am Baum besser gemäht werden kann. Dazu kam u.a. eine Flex zum Einsatz. Außerdem wurden alle Maulwurfshügel (über 100!) eingeebnet. Eine weitere Gruppe legte den Graben am Teich frei. Der Einsatz dauerte gut 3 Stunden, aber das Wetter spielte mit. Etwa 12 Aktive waren dabei. Zu guter letzt gab es eine leckere Gulaschsuppe als Belohnung.

 

Vorher war ein kleiner Trupp von Aktiven schon am Trafo in Hambergen fleißig. Das Häckselgut vom Schnitt der Hecke musste noch verteilt werden. Mit dabei 2 neue NABU-Mitglieder, die hier ihren ersten Einsatz für im NABU Hambergen machten.

 

Bild: Dietmar Wonneberger

Hier noch ein paar Bilder von dem Einsatz

Text und Fotos: Frank Martin

Wildbienen auf der Streuobstwiese finden ein  neues Heim

Am Wochenende wurde von unserem NABU-Mitglied Kurt Erfurt das Insektenhotel erweitert. Es soll unsere erste Mauerbienenzucht auf der Steuobstwiese beinhalten. Der dafür extra hergestellte Bienen Nistblock wurde jetzt integriert und wir hoffen, er wird gut angenommen.

Text: Frank Martin, Fotos: Marion Erfurt

Jahreshauptversammlung 2016

Versammlung im Hamberger Krug
Versammlung im Hamberger Krug

Bei der Jahreshauptversammlung für das Jahr 2016 waren 28 NABU-Mitglieder anwesend. Als Gäste konnten wir unseren Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock begrüßen.

Leider waren unser Bürgermeister Gerd Brauns und unsere Freunde von der BIOS verhindert, sie ließen uns aber Ihre Grüße übermitteln. Vertreter der Presse waren leider wieder nicht anwesend. Die Versammlung begann um 19:00 Uhr und war gegen 22:30 Uhr beendet. Lesen Sie hier den ganzen Bericht dazu.

Präsentation auf dem Hamberger Wochenmarkt

Das von der Gruppe Technik organisierte und durchgeführte Frühjahrsangebot an Nisthilfen hatte viele Vogelfreunde bis aus dem Raum Bremen angelockt. Sie waren vor allem durch den  Ankündigungsbericht im Osterholzer Kreisblatt auf unsere Aktion aufmerksam geworden. Sie kamen in der Absicht, etwas Geeignetes mitzunehmen, und so  herrschte Dauerbetrieb.

 

Kaum einer verließ den Stand ohne Erfolg, was sich nicht nur auf den erworbenen Nistkasten bezog.

 Angenehm vor allem auch die rege Kommunikation und Fachsimpelei  (Teil wichtiger Naturschutzarbeit!!!), wobei es in erster Linie Themen bezogene Infos waren.

 

 

 

 

Noch vor  ’Betriebsschluss‘ war der Stand geräumt,  die Nachbestellungen sollen so rasch wie möglich abgearbeitet werden – die Vögel warten bereits.

 

Foto: Frank Martin, Text: Gerold Wieting

Arbeitseinsatz an der Sandgrube am Bremer Berg

In einer stillgelegten, ca. 1ha großen Sandgrube soll die natürliche Vielfalt wieder zunehmen. Deshalb beseitigten elf Naturschützer des BUND Bremen und des NABU Hambergen die Laubhölzer, die die Besen- und Glockenheide zu stark beschatten. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt ein Stillgewässer mit vielen Teichfröschen. Eine Zunahme von weiteren Amphibienarten und Eidechsen ist sehr wahrscheinlich.

An einer Uferböschung wurde eine Steilwand geschaffen um dem Eisvogel eine Möglichkeit für eine Brutröhre geben, auch für Uferschwalben, Sandbienen und Sandlaufkäfer ist dies ein geeigneter Platz.

Ein herzliches Dankeschön geht an den Bauhof der Gemeinde Hambergen für die wiederholte Bereitstellung des Häckslers einschl. des Hin- und Rücktransports. So konnte der Strauchschnitt der Feuchtheidefläche gleich vor Ort gehäckselt werden.

Bereits in einer weiteren Sandgrube und in einem Eidechsenbiotop arbeiten NABU und BUND seit mehreren Jahren gemeinsam, um seltenen Pflanzen und Tieren den Lebensraum zu erhalten.

 

Text und Fotos: Dietmar Wonneberger

Moorbuchübergabe bei der KGS

23.11.2016: Eigentlich waren Christin Pape (Klasse 8.5) und Tammo Freese (Klasse 8.4) nur gekommen, um zur Feierstunde anlässlich der Übergabe der Moorpatenschaft das Fotobuch an den neuen siebten Jahrgang zu übergeben. Zum 14ten Mal, denn so lange gibt es die Patenschaft zwischen der NABU-Ortsgruppe und der KGS „Am Wällenberg“ schon. Seitdem kämpfen Schule und die NABU-Aktiven gemeinsam gegen die Austrocknung des Heilsmoores bei Wallhöfen. Natürlich, sie waren fleißig! Christin und Tammo zählten zu den ca. 160 SchülerInnen, die im letzten Winter bei Eiseskälte Unmengen an Kiefern im Heilsmoor (und auch im Springmoor) abgesägt und herausgetragen haben. Der Förderverein unserer Schule und der Samtgemeindebürgermeister Hr. Kock hatten ihren Einsatz schon mit einem spontan ausgegebenen Frühstück gewürdigt.

Was niemand wusste: Dietmar Wonneberger (NABU) hatte die Arbeiten akribisch genau  dokumentiert – in Berichten und Bewerbungen, die er verschiedenen Gremien zukommen ließ.

Ein Schreiben ging an die BINGO-Umweltstiftung. Ergebnis: Eine Ehrenurkunde für die Teilnahme am „Niedersächsischen Umweltpreis 2016“.

Damit nicht genug! Der NABU Niedersachsen würdigte die Aktivitäten rund um’s Moor mit dem 1. Platz beim „Jugendnaturschutzpreis 2016“!  

Dietmar hatte auch eine Dokumentation an die Stiftung „Helfer-Herzen“ geschickt, einem Zusammenschluss von NABU Deutschland, Deutschem Kinderschutzbund, Deutscher UNESCO-Kommission und dm-Drogeriemarkt. Auch dort fand unser Moorprojekt Anerkennung – in Form des „dm-Preises für Bürgerengagement“! Was die Prämiengelder angeht, war man sich schnell einig: Sie werden vor allem für die Fortführung des Moorprojektes verwendet. Wenn es einen Überschuss gibt, dann steht er für andere Umweltprojekte zur Verfügung!

Das war natürlich Freude pur bei den NABU-Vertretern und allen anwesenden SchülerInnen!!! Vor allem Christin und Tammo wussten anfangs gar nicht, wie Ihnen geschah. Nun muss überlegt werden, wie diese Botschaften an alle „Mittäter“ (des inzwischen 8.Jahrganges) im vergangenen Winters weitergegeben werden.

Zur Feierstunde anwesend waren alle Siebtklässler, die nun hochmotiviert in ihr Patenschaftsjahr starten. Sie hatten ihr Patenschaftsrevier bereits am 22. September zum Kennenlerntag in Augenschein genommen. Eine weitere frohe Botschaft konnte eine Schülergruppe um Mika Himmelstoß beisteuern: Sie hatten eine – bis dahin in diesem Areal für ausgestorben gehaltene Pflanzenart – wiederentdeckt: den Sonnentau (eine empfindliche fleischfressende Moorpflanze). Wir sehen also: Es lohnt sich, weiter zu machen!!!  Noch sind die empfindlichen feuchtigkeitsliebenden Pflanzen auffindbar – das Gebiet kann wieder zu einem „gesunden“ Biotop werden.

 

Unsere Chancen sind gut wie nie seit Beginn des Moorprojektes: In vielen Bereichen halten SchülerInnen und NABU-Mitglieder den Aufwuchs von Kiefern und Birken durch manuelles Entkusseln zurück. Dort, wo unsere Kräfte nicht mehr ausreichen und die Bäume zu groß werden, greift in diesem Jahr der Landkreis Osterholz ein – durch maschinelle Hilfe. An mehreren Stellen werden zusätzlich durch Fachkräfte und Bagger Gräben verschlossen, durch die bisher das Moor entwässert wurde. Dadurch wird Niederschlagswasser wieder angestaut – wir sehen also einer langfristigen Renaturierung entgegen! Für die nächsten vier Jahre stehen dafür finanzielle Mittel im Landkreis bereit. Wenn das kein Grund ist, optimistisch zu sein…

Ein Erfolgsmodell, wenn Schule, NABU und Landkreis zusammenarbeiten? Daran gibt es keinen Zweifel! Mit dieser Unterstützung im Rücken jedenfalls Grund genug für die NABU-Ortsgruppe und die KGS „Am Wällenberg“ Hambergen, auch im nächsten Winter  wieder entkusseln zu gehen! 

Weitere Infos:

  • Die Fotos stammen von Wladimir Bykovetz (dem Schulassistenten der KGS)
  • Das Moorbuch wurde von Deborah Oettinger (Kl. 7.1) und Luis Buhl (Kl. 7.3) übernommen.

Text: Thomas Köhring

Weihnachtsmarkt 2016

Der festlich erleuchtete Stand
Der festlich erleuchtete Stand

In diesem Jahr war der NABU Hambergen wieder auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Mit unseren Angeboten über Nistkastenbau, Honig und Saft von der Streuobstwiese, sowie Informationsbroschüren und Infos über den Wolf gab es regen Zulauf. Dieses Jahr wurde erstmals eine Liste aller Preise ausgehängt, die der NABU Hambergen erhalten hat, sowie eine Übersicht über alle unsere Projekte.

Die Getränke, die wir gegen eine Spende ausgaben, stammten zum Teil aus der Ernte unserer Äpfel von der Streuobstwiese.

Viele Gespräche ergaben sich zwischen den Besuchern und den NABU-Aktiven. Auch auf dem nächsten Weihnachtsmarkt wird der NABU wieder vorhanden sein und die Kontakte pflegen. 

Auch die KGS stellte sich dar mit Schautafeln über das Moorprojekt, die Entkusselungsarbeiten sowie das grüne Klassenzimmer. Gerade die Kooperation mit der KGS ist ein Garant dafür, die Jugendlichen an die Natur heranzuführen. 

 

Text: F.Martin, Bilder: D.Wonneberger, K.Andersen, F.Martin

NABU Hambergen ist Preisträger der dm-Aktion "HelferHerzen"

Auch im Jahr 2016 wurde "HelferHerzen - der dm-Preis für Engagement" bundesweit verliehen. Hiefür gingen knapp 10.000 Bewerbungen ein. Im Elbe-Weser-Dreieck waren es 102 Anmeldungen. Der NABU Hambergen konnte einen der acht regionalen Preise, dotiert mit € 1.000.-, entgegennehmen. Titel unserer Bewerbung war "NABU und Schule für Moor-und Klimaschutz". Das Foto zeigt Jürgen Röper, Dietmar und Christel Wonneberger (4., 5. und 8. von links) bei der Preisübergabe.

Mehr Informationen gibt es hier: http://deine-wesermarsch.de/2016/10/18/helferherzen-preis-fuer-ehrenamtlichen-verein-aus-der-wesermarsch/

Bild: dm, Text: Dietmar Wonneberger

Kranichbeobachtung mit dem NABU

Wie jedes Jahr führte auch diesmal unser Vogelexperte Heiko Ilchmann eine ca. 20 Personen große Gruppe an das Günnemoor heran, um die Kraniche aus der Nähe zu beobachten, die hier Abends ihren Schlafplatz suchen.

In diesem Jahr waren es ca. 7000 Kraniche; trotz diesiger Sicht waren die Teilnehmer begeistert von dem Spektakel. Zusätzlich wurden auch einige hundert Blässgänse, einige hundert Saatgänse und ein großer Schwarm Stare in westlicher Zugrichtung gesichtet.

Apfelernte bei sonnigem Wetter

Am Sonntag, den 23.10.2016 fand das 2. Apfelerntefest auf der Streuobstwiese in Hambergen statt. Bei gutem Wetter und noch besserer Stimmung fanden sich NABU-Mitglieder, Freunde und Förderer sowie Interessierte zusammen und halfen uns mit, die Äpfel unter fachlicher Anleitung zu ernten und für die Mosterei vorzubereiten. Auf dem Fest fanden diverse Aktionen statt, so u.a. auch eine Verkostung am offenen Feuer.

Unsere Wildnispädagogin Stefanie Nass zeigte anschaulich, wie man mit einfachen Mitteln leckere Sachen aus Äpfeln auf dem offenen Feuer zubereiten kann. Es fand großen Anklang. Gleichzeitig wurde erläutert, welche Sorten es auf der Streuobstwiese gibt, wie die Pflege der Bäume und die Ernte und Lagerung von Äpfeln am besten gelingt. Unser Obstbaumfachwart Kurt Erfurt fand eine Antwort auf alle gestellten Fragen.

Die Äpfel wurden dann zur Mosterei gebracht und über 100 Flaschen Apfelsaft daraus gewonnen. Diese sehr leckren "Bio"-Säfte können auf dem Weihnachtsmarkt auf unserem Stand gekostet werden. Außerdem können Flaschen gegen eine Spende erworben werden.

Alles in allem eine gute Aktion, die wir gern jedes Jahr wiederholen werden!

 

Bericht: Frank Martin, Fotos: Claus Neubauer, Kerstin Andersen

Schwerer Arbeitseinsatz an der Vohrlingenhecke

Am Samstag, den 15.10.2016 trafen wir uns mit 9 Personen an der Vorlingenhecke um 2 angedachte

Felder mit Motorsägen „auf Stock“ zu setzen.

Von der Gemeinde hatten wir wieder den Schredder bekommen und Joachim Peper stellte uns einen

Trecker sowie einen Kippwagen zur Verfügung. Die Wetterlage war zufriedenstellend und wir fingen mit 3 Sägen anfangs gutgelaunt mit der Arbeit an.

Schon nach kurzer Zeit stellten wir aber fest, dass wir viel zu wenig Leute waren um die schwere Arbeit zu bewältigen.

Heinz, Gerold und Jürgen waren an der Motorsäge beschäftigt, Willy bediente den Schredder und Arno fuhr die Geräte.

Somit hatten wir nur noch 4 Personen um das Schnittgut aus der Hecke heraus zum Schredder zu tragen.

Damit waren Wolfgang, Heino, Marc und Dietmar sichtlich überfordert.

Als wir dann nach 4 Stunden nur 1 Feld geschafft hatten, waren alle geschafft und mit den Kräften am Ende.

Wir gingen dann zum Trafo und gönnten uns eine sehr leckere Gyrossuppe von Christoph Thamm.

Fazit: Um die Hecke mit ihren 17 Feldern weiterhin auf Stock setzen zu können, müssen wir möglichst mit mindestens 12-14 Personen 2-3 Arbeitseinsätze im Jahr durchführen. Dann haben wir die Hecke in 6-8 Jahren einmal auf

Stock gesetzt.

 

Bericht: Jürgen Röper, Fotos: Dietmar Wonneberger

Streuobstwiese für das Apfelfest vorbereitet

Für das Apfelernte-Fest am Sonntag, den 23.10.2016 um 14:00 Uhr wurde schon heute die Streuobstwiese vorbereitet. Durch mehrere Arbeitseinsätze vieler aktiven NABU-Mitglieder wurden neue Zäuhne gesetzt, die Bäume eingepfählt, die Wiese an vielen Stellen gemäht, Schilder an den Bäumen aufgehängt. Auch die Schafe, die üblichweise dort grasen, musssten umziehen. Nun kann das Fest stattfinden!

Moorprojekt mit Urkunde gewürdigt

Beim diesjährigen Nds. Umweltpreis der Bingo Umweltstiftung wurden NABU und KGS Hambergen in Hannover durch den niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel geehrt. Das Thema des Wettbewerbs: „Bildung begeistert für Natur“. Mit dieser Auszeichnung wird die langjährige Zusammenarbeit im Umweltschutz dieser beiden Partner gewürdigt. Das Bild zeigt Dietmar Wonneberger (Dritter von links) neben Stefan Wenzel nach der Übergabe der Auszeichnung.

Mehr Informationen gibt es hier: http://www.bingo-umweltstiftung.de/nano.cms/de/umweltpreis

 

Bild: Bingo-Umweltstiftung, Text: Dietmar Wonneberger

Dr. Strahl NABU-Jugendnaturschutzpreis 2016

Foto: Ehrung der KGS Hambergen und des NABU Hambergen mit dem Dr. Fedor Strahl NABU-Jugendnaturschutzpreis 2016, Jürgen Röper (li), Inez Schierenberg (re);
Foto: Ehrung der KGS Hambergen und des NABU Hambergen mit dem Dr. Fedor Strahl NABU-Jugendnaturschutzpreis 2016, Jürgen Röper (li), Inez Schierenberg (re);

Die diesjährigen Bewerbungen für den Dr. Strahl NABU-Jugendnaturschutzpreis waren von einer hohen Qualität und Bandbreite gekennzeichnet. Die Auswahl fiel der Jury, unter der Leitung von Krista Strahl, daher nicht leicht. Die glücklichen Preisträger konnten auf der Landesvertreterversammlung des NABU Niedersachsen in Rotenburg (Wümme) ihren Preis in Empfang nehmen.

„Wir möchten erreichen, dass sich Kinder und Jugendliche im Naturschutz mit Projekten und ihrer praktischen Umsetzung engagieren. Ein besonders herzlichen Dank an Krista Strahl, der Frau des Preisgründers Dr. Fedor C. Strahl. Der Dr. Strahl NABU-Jugendnaturschutzpreis macht es seit dem Jahr 2002 möglich, Gruppen mit einem Preis und Dotierung auszuzeichnen“, erklärte Inez Schierenberg, Landesgeschäftsführerin NABU Niedersachsen.

 

Besonderes Augenmerk legte die Jury auf die kreative Gestaltung der Einsendungen. Neben den optischen Aspekten spielte die Kooperation mit einer örtlichen NABU- bzw. NAJU-Gruppe eine hervorgehobene Rolle. „Der Dank geht an alle Kinder für ihren Einsatz sowie ihre Projektideen und -umsetzung sowie an alle Jugendgruppenleiterinnen und -leiter für ihr ehrenamtliches Engagement vor Ort, um Kinder und Jugendliche an die Natur heranzuführen und sie für sie zu begeistern“, betonte Inez Schierenberg.

 

Für ihr Moorprojekt wurde der NABU Hambergen und die siebenten Klassen der Kooperativen Gesamtschule Hambergen mit dem 1. Preis, dotiert mit 500 Euro, ausgezeichnet. Jedes Jahr im Januar führen die siebten Klassen Pflegemaßnahmen durch, d.h. jedes Jahr entkusseln ca. 160-180 neue Schülerinnen und Schüler, insgesamt bisher rund 2.000, mit Astscheren und Bügelsägen einen Schultag lang das Moor. Ein vorbildhaftes Projekt, das seit dem Jahr 1995 durchgeführt wird.

Entkusseln 2016 – ein sattes Dankeschön vom NABU!

Geschafft! Der 19. und 20. Januar waren zwei erfolgreiche Tage: Die SchülerInnen des 7.Jahrganges der Gesamtschule am Wällenberg waren gemeinsam mit unseren Freunden vom NABU Hambergen wieder einmal zum Entkusseln. Diesmal nicht nur im Heilsmoor sondern auch im Springmoor fielen unzählige Bäume!!!

Deshalb gab es für die NABU-Aktiven gar keine Frage: Sie haben auch in diesem Jahr wieder ihre Sommeraktion mit allen Kindern durchgeführt. Die SchülerInnen hatten Gelegenheit, an vielen kleinen Exkursionen teilzunehmen. Diese fanden in den Abend- und Nachtstunden des 09.05. und am 10.05.16 statt.

Dabei gab es 12 Angebote, denen sich die SchülerInnen nach Wunsch zuordnen konnten: (In Klammern die Betreuer)

1. Fotografieren in der Natur mit Expertenhilfe (Erich Kassel)
2. Expertenangeln (Rainer Gärtig, Claus Neubauer)
3. Mit dem Kanu auf der Hamme (Klaus-Dieter Lüken)
4. Nachtfalter beobachten (Jürgen Röper)
5. Mit dem Jäger durch’s Revier (Roger Varrelmann)
6. Indian Spirit: Leben in und mit der Natur – Erfahre mehr darüber! (Burkhard Hoffmann)
7. Wir machen Eis selbst! (BIOS + Eisdiele Cortina)
8. Geheimnisse des Heilsmoores – Wir belauschen Fledermäuse, Nachtschwalbe, Kuckuck, .. (Fam. Müller-Reich)
9. Wir belauschen typische Vögel des Moores (Heiko Ilchmann)
10. Spurensuche im Wald (Ingo Barz)
11. Summ - Summ! Wir besuchen Honigbienen in ihrem Zuhause (Volker Steinwede)
12. Den Sternen ein Stück näher – ein Blick in die Weiten des Alls (Friedo Knoblauch)

Die Sternwarte von Friedo Knoblauch
Die Sternwarte von Friedo Knoblauch

Mit dem Wünschen ist das so eine Sache: Leider ging nicht jeder Wunsch in Erfüllung!

 Einige Angebote locken eben doch am stärksten… Aber das war am Ende egal. Denn am Ende haben alle SchülerInnen gespürt: Wir haben es hier mit Menschen zu tun, die ihr Hobby mit Leib und Seele betreiben und uns gern daran teilhaben lassen. Menschen, denen unsere Erde und unsere Umwelt wichtig sind und die deshalb andere für den Naturschutz begeistern!

Deshalb kann man wohl mit gutem Gewissen sagen: Nicht nur einen schönen Tag gehabt, sondern in jedem Falle auch etwas dazu gelernt – und das geht auch außerhalb der Schule!

Bilder einiger Aktionen

Mit dem Jäger durch’s Revier (Roger Varrelmann)

Indian Spirit: Leben in und mit der Natur – Erfahre mehr darüber! (Burkhard Hoffmann)

Indianervölker, ihre Kultur und ihr  Umgang mit der  Natur – damit kennt sich Burkhard aus!
Indianervölker, ihre Kultur und ihr Umgang mit der Natur – damit kennt sich Burkhard aus!

Expertenangeln (Rainer Gärtig, Claus Neubauer)

Wir machen Eis selbst! (BIOS + Eisdiele Cortina)

Probleme beim Eismachen, weil der Chef nicht da ist? Maike und Greta von der Biologischen Station in OHZ wussten Rat:

Nicht nur Geschicklichkeitsspiele gab’s im Garten an der Mühle. Die SchülerInnen lernten auch die Geheimnisse der LEONARDO-Brücke kennen – eben Bauen ohne Nägel und Schrauben.. Und ein Eis gab’s außerdem noch!

 

Text: Thomas Köhring, Bilder: div.

NABU-Radtour im Großen Moor in Bokel

Angelika und Harry Westenberger veranstalteten eine schöne Radtour im Großen Moor in Bokel. Bei bestem Wetter wurden herrliche Natureindrücke gewonnen und am Schluß bei Kaffee und Kuchen über den schönen Tag gesellig zusammen gesessen.

Danke für die gelungene Organisiation!

 

Hier gibt es noch mehr Bilder dazu:

Streuobstwiese hergerichtet

Die Arbeiten an der Streuobstwiese im Frühjahr wurden im Sommer weitergeführt. So wurde der Zaun zur Bundesstraße repariert und auch weitere Zaunpfähle gesetzt. Nun ist es wieder möglich, dass die Schafe auf die Wiese können und selbst bei Bruch des Elektrozaunes nicht auf die Straße laufen können.

Auch die Bienenkästen sind bevölkert. Schaut doch mal wieder dort vorbei.

Hier gibt es noch mehr Bilder dazu:

Neue Termine für Exkursionen und Aktionen

Aktualisierte Terminliste, Stand 20.04.2016
Aktualisierte Terminliste, Stand 20.04.2016

Auf dem letzten NABU-Treff am 19.04.2016 wurden von einigen Mitgliedern wieder weitere Aktionen und Exkursionen geplant, u.a. eine Radtour zum großen Moor in Bokel, ein Familientag in Hambergen und auch 2 weitere Arbeitseinsätze.

Die Termine wurden in unserer Terminliste eingetragen. Ihr könnt sie hier herunterladen.

Arbeitseinsatz am Trafohäuschen Hambergen

Trafohäuschen in Hambergen
Trafohäuschen in Hambergen

Am Samstag den 16. April trafen wir uns mit 4 Personen für ca. 2 Stunden an unserem Trafo auf dem Hamberger Feld.

Bei trockenem Wetter befreiten wir (Christel, Dietmar, Marcel u. Jürgen) einige Flächen von dort nicht erwünschten Beikräutern. Da wir durch die schlechte Wetterlage im Frühjahr unseren Arbeitseinsatz an der Vorlingen- hecke in diesem Jahr nicht durchführen konnten, fehlte es an Schreddermaterial für die Flächen am Trafo.

Ab diesem Jahr werden wir den AE an der Hecke immer im Hebst (September) vornehmen. Da ist die Wetterlage besser u. der Weg vermutlich trockener. Eine Woche später werden wir dann unseren größeren AE am Trafo durchführen. Dort können wir dann das Schreddermaterial von der Hecke einbringen und der Kreis ist geschlossen.

Text: Jürgen Röper, Bilder: Frank Martin

Riegel für den Mauersegler

Heinz Kramer und Jürgen Röper bei der Demontage
Heinz Kramer und Jürgen Röper bei der Demontage

Anfang Mai ist es wieder so weit, dann ist der Mauersegler aus dem fernen Süden zurück, um seine angestammten Brutreviere und Niststäten aufzusuchen.

 Die Nabu-Gruppe Hambergen bietet schon seit Jahren erfolgreich spezielle Nisthilfen an, die jedoch mehr und mehr von ‚Fremdnutzern‘ bevorzugt genutzt werden und somit dem Segler verlorengehen, bei seiner Ankunft findet er ‚seine‘ Kästen besetzt Es gilt jedoch, diese Quartiere zu erhalten, da der Segler sehr reviertreu und nur schwer umzusiedeln ist.

Siegis Riegeltechnik
Siegis Riegeltechnik

Dieser Entwicklung wurde nun ein Riegel vorgeschoben: Siegi (Siegfried Arndt) hat die von der AGT entworfene Konstruktion technisch meisterlich umgesetzt: der Riegel kann vom Boden aus mit einer präparierten Telescopstange bedient werden, ein nicht ungefährlicher Zugang und Montage mittels Leiter kann somit umgangen werden.

 

Steigereinsatz
Steigereinsatz

Mit Hilfe eines von der Fa. Ditmar Kurz bereit- und aufgestellten Steigers wurden die Kästen ausgehängt, von Siegi mit einem vom Boden aus zu bedienenden Riegel versehen und sodann wieder eingesetzt. Bis Anfang Mai bleiben die Kästen nunmehr verschlossen.

 Nach gut 3 Monaten, Mitte August, befinden sich die Vögel bereits wieder auf ihren Rückzug nach Südafrika, dann werden die Kästen wieder verschlossen.

 

Erfolgreicher Test: Jürgen Röper und Heinz Kramer (v.l.)
Erfolgreicher Test: Jürgen Röper und Heinz Kramer (v.l.)

Bis dahin haben auch Spatzen u. Co., deren Bestände sich sehr gut erholt haben, Ihren Nachwuchs aufgezogen; Quartiere dafür gibt’s reichlich. Jürgen wird von seinem Küchenfenster sicherlich täglich mehrmals beobachten, ob das angestrebte Ziel vom Mauersegler selbst auch ‚umgesetzt‘ worden ist.

 

Text und Bilder: Gerold Wieting

Frühjahrsvorbereitungen auf der Streuobstwiese

Damit in wenigen Wochen wieder Romanow-Schafe die Wiese beweiden können, mussten von den zehn Aktiven Vorbereitungen getroffen werden. Die Obstbäume erhielten z. T. neue Einzäunungen um sie gegen Verbiss zu schützen. Und um die Voraussetzungen für eine gute Ernte zu schaffen, wurde ein Teil der Bäume beschnitten und mit dem Schnittgut die Benjashecke vergrößert. (DW)

Text und Bilder: Dietmar Wonneberger

Erlenwildlinge an der Sohlgleite eingesetzt

Durchstich des Grabens
Durchstich des Grabens

Aus dem vorjährigen Bestand von über 10.000 Erlenwildlingen auf dem Gewerbegebiet, welche durch Anflug aufgelaufen waren, konnten zuvor noch über 100 Exemplare ‚gerettet‘ werden.

Diese wurden nun von Martin Torneden und Gerold Wieting im Bereich der Sohlgleite Paddewisch eingesetzt. Der dort besonders im Bereich des Stillgewässers stark versauerte Boden verhinderte bisher die gewünschte Sukzessionsentwicklung. Diese Maßnahme könnte, wenn auch nicht durchschlagend, mindestens in Teilen erfolgreich sein.

Die ‚saure‘ Seite des Stillgewässers
Die ‚saure‘ Seite des Stillgewässers

Günstig auf Sukzession und Pflanzung wird sich auch der erfolgte Grabendurchstich in das Stillgewässer auswirken; dadurch angetragene Bachsedimente, schon jetzt sichtbar, bilden künftig ideale Wachstums-bedingungen für Erlen. Auch im Uferbereich des Bachs wurden Pflanzen eingesetzt. Der alljährlich in großen Mengen aus dem Oberlauf des Giehler Bachs abfließende Erlensamen findet an den stark bewachsenen Steilufern flussabwärts keine Gründungsbedingung, was so wichtig wäre für die fehlende Bachstruktur. Die Umsetzung der WWRL ist in diesem Bereich steckengeblieben.

Text und Bilder: Gerold Wieting

Standort für Dohlennisthilfen

Sicherer Montagestand
Sicherer Montagestand

Der NABU Hambergen konnte das seit dem Vorjahr geplante Vorhaben, den Nistdruck von Dohlen in Kaminen aus Wohngebieten in einem ersten Schritt entlasten: in dem auch optisch sehr ansprechenden Eichenbaumbestand auf dem Feldweg zum Wohnbereich Papenbüttel wurden für den gern in Gesellschaft lebenden Vogel gleich 4 Nisthilfen eingesetzt.

Technisch anspruchsvolle Befestigung
Technisch anspruchsvolle Befestigung

Diese Maßnahme war nur möglich dank der Kooperationsbereitschaft des Eigentümers, der sich sehr aufgeschlossen zeigte.

Die Arbeitsgruppe, wegen personeller Engpässe verstärkt von Jürgen und Andreas, konnte die Kästen erfolgreich an dafür geeigneten Bäumen in luftiger Höhe einsetzen

 

 

 

Finale Entspannung
Finale Entspannung

Zu wünschen bleibt, dass das Brutangebot auch die Aufmerksamkeit und das Brutinteresse der Dohlenvögel gewinnt, kurz- oder langfristig.

 

Jürgen: „Ein sehr geeigneter Standort, phantastisch auch die Zustimmung des Eigentümers.“

Der Eichenbaumbestand wird besonders in  4 Wochen wieder zum Blickfang der Umgebung
Der Eichenbaumbestand wird besonders in 4 Wochen wieder zum Blickfang der Umgebung

Die NABU-Gruppe Hambergen findet die Zustimmung des Eigentümers beispielhaft und bedankt sich an dieser Stelle ausdrücklich dafür.

 

Text: Gerold, Bilder: Andreas

Schleiereulennistkasten in Hülseberg eingesetzt

Quartier in 6 Metern Höhe
Quartier in 6 Metern Höhe

Auf Vermittlung des NABU- Kreisvorsitzenden Osterholz, Peter Heyer, haben Heinz Kramer und Gerold Wieting von der Arbeitsgruppe des NABU Hambergen in Hülseberg einen selbstgefertigten Schleiereulennistkasten eingesetzt.

Einen ebenfalls von der Arbeitsgruppe gefertigten Turmfalkennistkasten hatten die Besitzer vom ‚Hof Sonnengold‘ bereits selbst eingesetzt.

Heinz mit Heiko (Hof Sonnengold) oben und Gerold
Heinz mit Heiko (Hof Sonnengold) oben und Gerold

Die Schleiereulenbestände haben sich leicht erholt, die örtlichen Bedingungen für den Eulenvogel vor Ort  werden als sehr günstig eingeschätzt, zumal sich die Bestände allgemein leicht erholt haben; allein, vom Aufkommen um 2005 ist das derzeitige Vorkommen noch weit entfernt.

 

Das Einflugloch im Giebelbereich ist von der Schleiereule leicht zu erfassen und anzufliegen.

 

Liegt eine Maus, Männchen wirbt das Weibchen, ist das schon mal ein gutes Signal. Mitunter geht’s schnell, dann wieder dauert es; wir drücken mal die Daumen.

 

Text: Gerold, Bilder: Arne

Jahreshauptversammlung 2015

Frank Martin und Claus Neubauer
Frank Martin und Claus Neubauer

Bei der Jahreshauptversammlung für das Jahr 2015 waren 17 NABU-Mitglieder anwesend. Als Gäste konnten wir unseren Kreisjägermeister und Förster für Waldnaturschutz Heiko Ehing und die neue Tourismusbeauftragte der Samt- gemeinde Anke Fiedler begrüßen.

Leider waren unser Bürgermeister Gerd Brauns und unser Samtgemeinde-bürgermeister Reinhard Kock verhindert, sie ließen uns aber Ihre Grüße übermitteln. Vertreter der Presse waren leider nicht anwesend. Die Versammlung begann um 19:00 Uhr und war gegen 22:30 Uhr beendet. Lesen Sie hier den ganzen Bericht dazu.

NABU pflanzt Baum des Jahres 2016

Julian Fischer, Jürgen Röper und Heino Hüncken
Julian Fischer, Jürgen Röper und Heino Hüncken

Aufgrund des 20-jährigen Bestehens der NABU-Gruppe Hambergen wurde eine Winterlinde von Jürgen Röper gepflanzt. Er leitete in diesen zwei Jahrzehnten mit großem Erfolg die Gruppe.

Gepflanzt wurde sie in Anwesenheit der Gemeinde- und Samtgemeinde-bürgermeister (Gerd Brauns und Reinhard Kock) und unter „Aufsicht“ der Sponsoren, 35 Gästen und NABU-Mitgliedern.

Die Linde steht auf den höchsten Punkt des Buchenbuschweges in Hambergen, von dem man bei gutem Wetter einen herrlichen Blick über das Teufelsmoor bis nach Bremen und Worpswede hat.

 Dieses Projekt begann im vergangenen Jahr mit einem Feldahorn. Er wurde vom Bürgermeister unserer Patengemeinde Steinhagen im Beisein der deutschen Baumkönigin gepflanzt. Auch für die nächsten neun Jahre stehen die Paten bereits fest. Initiatoren sind Julian Fischer und Heino Hüncken. Bereits 2008 startete die Samtgemeinde Hambergen das Projekt Hochzeitswald neben der Streuobstwiese des NABU mit weit über hundert heimischen Laubbäumen und seit vergangenem Jahr steht ein Exemplar des als Jahrtausendbaumes ausgerufenen Gingkos auf dem Gelände unserer Partnerschule (Kooperative Gesamtschule) mit der wir gemeinsam unser Moorprojekt durchführen.

Text und Bilder: Dietmar Wonneberger

Kopfweidenschnitt auf der Streuobstwiese

Schnitt mit schwerem Gerät
Schnitt mit schwerem Gerät

Auf der 1,4ha großen Streuobstwiese neben dem alten Rathaus stehen außer den 60 Obstbäumen auch zwölf Kopfweiden. Damit sich der typische Kopf der Weiden entwickeln kann, müssen die Zweige im Abstand von 2-3
Jahren zurückgeschnitten werden.
Die entfernten Ruten wurden zur Benjeshecke aufgeschichtet. Sie finden aber auch als Flechtzaun zur
Abgrenzung der Wege im Garten der Artenvielfalt der KGS Hambergen Verwendung.

Die Vermorschung der Weiden und die Entstehung von Höhlen bieten einer großen Zahl von Insekten, Säugetieren und Vogelarten einen vielseitigen Lebensraum. Damit haben diese Bäume eine große Bedeutung für den Artenschutz. Früher waren die Kopfweiden an Wasserläufen landschaftsbildprägend. Da die Ruten heute nur noch wenig Verwendung finden, sind diese Bäume selten geworden.

Text und Bilder: Dietmar Wonneberger

Arbeitseinsatz am Schäferberg mit dem BUND

Der BUND und der NABU nach dem Einsatz
Der BUND und der NABU nach dem Einsatz

BUND Bremen und NABU Hambergen arbeiten gemeinsam in einem Eidechsenbiotop.

Auf einer Sandheidefläche südlich von Hambergen ist die geschützte und leider selten gewordene Zauneidechse heimisch. Etwa 400 Induvidien wurden im Rahmen einer Diplomarbeit

gezählt. Aber auch die Waldeidechse fühlt sich in diesem Gebiet wohl.

Die kleinen Reptilien benötigen zum Aufwärmen schattenfreie Plätze um sich sonnen zu können, deshalb wurden bei schönem Wetter Bäume beseitigt, damit die Fläche besser beschienen wird und da die Tiere Sandflächen für ihre Eiablage benötigen, entfernte die Gruppe in einem Bereich die Besenheide. Auf einem Nachbargrundstück, das durch einen 30m breiten Graben getrennt ist, leben weitere Eidechsen und um die beiden Gebiete zu verbinden, wurden Flächen freigesägt, um den Tieren den Zugang zu den neuen Gebieten zu erleichtern. Ein abschließendes Essen beendete den erfolgreichen Arbeiteinsatz.

Text: Dietmar Wonneberger, Bilder: L. Hoffmann und S. Eisend

Entkusseln des Heilsmoores

Schule und NABU gemeinsam im Moor!

Auch in diesem Jahr wurde wieder im NSG Heilsmoor und zum ersten Mal auch im NSG Springmoor entkusselt, um im Gelände unerwünschtem Pflanzenaufwuchs zu verhindern, und um so die Moorflächen zu retten. Seit 12 Jahren besteht ein Patenschaftsvertrag zwischen der Gesamtschule am Wällenberg und dem NABU Hambergen zur Rettung des Heilsmoores.

Auf diese Art soll die Entwässerung gestoppt werden. Stets im Januar arbeiten die Siebtklässler, Aktive des NABU und der Biologischen Station Osterholz-Scharmbeck gemeinsam im Hochmoor um es von schädlichem Bewuchs zu befreien. Kiefern und Birken entziehen dem Hochmoor Wasser, und um die Kulturlandschaft der Heidefläche des Springmoores zu erhalten, dürfen Bäume das Gelände nicht beschatten.

Bis jetzt waren insgesamt rund 2.000 Schüler und Schülerinnen mit Astscheren und Bügelsägen bei den Aktionen im Einsatz. Hierbei lernen die Schüler das Moor kennen und werden für Fragen und Werte des Klima- und Naturschutzes sensibilisiert.

Als Dankeschön für die Mitarbeit der Schüler bietet der NABU am Ende des Schuljahres verschiedene Aktionen in der Natur an. Auch der Samtgemeinde-bürgermeister war in diesem Jahr wieder mit dabei und bedankte sich gemeinsam mit dem Förderverein der Schule mit einem Frühstück bei allen Beteiligten.

 

 

Bilder und Bericht: Dietmar Wonneberger

Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese

Bei herrlichstem Sonnenschein trafen sich am 30. April wieder einmal  Unermüdliche, um die im Herbst begonnene Neupflanzung von zehn Jungbäumen (8 Äpfel, eine Birne und ein Wallnussbaum) zu beenden. Neben dem Sichern gegen Wind und Tier, sowie Mulchen konnten noch einige Bäume von Wildwuchs befreit, und die in Schieflage geratenen wieder aufgerichtet werden.

 

Auch die Schafe haben bereits Einzug  gehalten, und erfreuen sich zusammen mit Fröschen, Bienen und vielen anderen Insekten an einem schönen „Platz an der Sonne“.

Dank vieler Hände schafften wir die Frühjahrsarbeit rechtzeitig zum Mittagessen und wurden mit leckerer Gulaschsuppe be(ent)lohnt.

 

Jahreshauptversammlung 2014

 

Neues Team gewählt

Bei der Jahreshauptversammlung für das Jahr 2014 wurde Jürgen Röper für seine 20 Jahre 1.Vorsitz des NABU Hambergen geehrt. Gleichzeitig kandidierte er nicht mehr für der Vorstand, bleibt aber im NABU Hambergen und betreut weiterhin das Projekt Heilsmoor. Es wurde nach einer Satzungsänderung ein neues Vorstandsteam gewählt. Lesen Sie hier den ganzen Bericht dazu.

21.04.2015: Neues Team gewählt
Die JHV war wieder einmal ein interessanter Abend mit Gästen und Ehrungen. Die kompletten Berichte und Anlagen sind unter:Das NABU-Jahr 2014 zu finden.


Wolfsland Niedersachsen

 

Vortrag von Kerstin Andersen

Am 20.02.15 um 19:00 Uhr lud Kerstin Andersen zu einem Vortrag über Niedersachsens Wölfe ins Gemeindehaus von Hambergen ein. Die Wolfsbotschafterin des NABU Hambergen berichtete vor fast 30 Gästen über die aktuelle Situation der Wölfe in Niedersachsen, besonders im Landkreis CUX und OHZ und über die Nutztierrisse durch Wölfe. 

Hierbei wurden die neuesten Wolfspopulationen in Niedersachsen, Rudelgröße und die Wanderungen der Tiere vorgestellt. Besonders ging die Wolfsbotschafterin auf Risse von Schafe und Rinder ein. Hier rüber entstanden mehrere Diskussionen im Publikum, wie viel „Wolf“ das Land vertragen könne und wo man in Zukunft Probleme durch den Wolf sehe. Die Meinungen waren hier sehr unterschiedlich. Kritiker konnten jedoch häufig nur mit Vermutungen und eigenen Zukunftsvorstellungen ihre Meinung bekräftigen. Kerstin Andersen war es jedoch wichtig, bei den Tatsachen zu bleiben und keine Panik zu verbreiten.

Sie wies auch darauf hin, dass in den Zeitungsberichten der Wolf schnell als Täter dargestellt wird, obwohl es noch gar keine gesicherten Hinweise in vielen Fällen gebe oder das völlig falsche Aussagen gemacht würden, oft von Menschen, die keine Erfahrungen mit Wölfen hätten. Die Angst vor dem Wolf nimmt aber auch sie sehr ernst und kann sie gut nachvollziehen. „So wie manche Menschen Angst und Panik vor Spinnen oder vor Schlangen haben, gibt es auch Menschen die Angst vor Wölfe haben. Das der Wolf einen Menschen hier bei uns angreifen könnte, hält sie aber für sehr abwegig. Davor brauche niemand Angst zu haben. Es wäre schön, wenn der Mensch ein normales und natürliches Verhältnis zum Wolf aufbauen könnte. Zum Abschluss sagte sie: Der Wolf ist, trotz seiner langen Verfolgung durch den Menschen, von ganz alleine zurück zu uns ins Land gekommen. Darauf sollten wir stolz sein. 
Hier finden Sie mehr Infos zum Wolf. 

(Text: Kerstin Andersen)

Pflege-Einsatz am Trafo

Von links: J. Röper, D. Wonneberger, F. Martin
Von links: J. Röper, D. Wonneberger, F. Martin

01.11.14: NABU-Mitglieder bei der Arbeit
Auch dieses Jahr war es notwendig, am Trafo im Herbst einen Pflegeeinsatz zu betreiben. Die Sträucher und Büsche wurden gestutzt und ein kleiner Kompost wurde angelegt. Es wurden auch Wege vom Unkraut befreit und Häckselgut ausgebracht. Vielen Dank an alle, die mithalfen, sowie an Kai, der das Foto aufnahm und auch tatkräftig mithalf.

Bild und Text: Frank Martin

Drainage der Streuobstwiese

Sept. 14: Durch Spenden ermöglicht
Auf der Streuobstwiese des NABU in Hambergen wurde vom 23.-25.9. von einer Fachfirma eine Drainage gezogen. Seit langer Zeit war dies schon geplant, jedoch fehlten die notwendigen Mittel. Nun haben wir u.a mit der großzügigen Hilfe von BINGO-Lotto eine Fachfirma beauftragen können, die auf der Wiese eine Drainage gezogen hat. Lesen Sie bald hier einen ausführlichen Bericht darüber.

Bild und Text: Dietmar Wonneberger

Grünes Klassenzimmer

KGS Hambergen in der Blüte

Das Grüne Klassenzimmer, das der NABU Hambergen gemeinsam mit der KGS Hambergen angelegt hat, ist zur Zeit auch in voller Blüte. Hier ein paar Bilder als Impression. Die Baumwurzel ist mehrere tausend Jahre alt und stammt als Spende von unserem Mitglied Wolfgang Vogel. 


Unsere Streuobstwiese im April

25.04.14: Die Apfelblüte in ganzer Pracht
Unsere Streuobstwiese ist zur Zeit ein Prachtstück. Die Apfelblüte ist in vollem Gange. Wir haben ein PANORAMA-Foto aufgenommen, das ihr sehen könnt, wenn man auf das Bild klickt. Ein Besuch ist sie allemal wert.

Bild und Text: Frank Martin

Filmvorführung: Sommermoor

25.02.14: 20:00 Uhr im Gemeindesaal der Kirche Hambergen
Aus dem Jahreszyklus über die Flora und Fauna des Teufelsmoores zeigen wir Drei Full-HD-Videos mit den Titeln "Sommermoor", sowie auf Grund der regen Nachfrage als Wiederholung zwei Herbst-und Wintervideos "Schietweer över Feld un Moor". Das Video Sommermoor zeigt die Tier-und Pflanzenwelt des Hamberger Moores im Laufe der Sommermonate. Der tägliche Rhythmus des Kranichfluges von den Futterplätzen in der Breddorfer Niederung zu nächtlichen Rast im Günnemoor, das Kommen und Gehen der Wintergäste wie Gänse, Gänsesäger oder Schwäne, eingebettet in eine wechselnde Naturszenerie sind Inhalt der Herbst- und Wintervideos. Die Videos im Full-HD-Format zeichnen sich besonders durch Schärfe, Farbbrillanz und ein ruhige Kameraführung aus.

Bild und Text: Frank Martin

Filmvorführung: Flora und Fauna des Teufelmoors

3 Filme von Hans-Joachim Leue

In dem gut gefüllten Gemeindesaal der Kirche zeigte der NABU Hambergen 3 Filme von Hans-Joachim Leue zum Thema Natur im Teufelsmoor. In Full-HD aufgenommene Bilder mit fantastischen Farben erfreuten die Besucher.

 

Eigentlich ist die Fotografie des Sternenhimmels seine große Leidenschaft! Seit gut zwei Jahren hat sich Hans-Joachim Leue aus Hambergen mit der Video-Kamera auf den Weg gemacht, die Flora und Fauna des Teufelsmoores in allen Jahreszeiten zu dokumentieren. Aus diesem Zyklus zeigte der NABU, Gruppe Hambergen, drei Full-HD-Videos mit den Titeln "Schietweer över Feld un Moor" mit den Untertiteln "Wenn die Kraniche ziehen",sowie den Streifen "Frühling im Moor", der vornehmlich im Hamberger Moor aufgenommen wurde. Fantastische und farbintensive Bilder von der Moorlandschaft, ihren Tieren und Pflanzen vermittelten einen Eindruck von der rauhen Schönheit und der Schutzbedürftigkeit der wenigen Reste des ehemals "Nassen Dreiecks".


(Text und Fotos: Frank Martin)


Sandkuhle Wallhöfen

Arbeitseinsatz mit dem BUND

Unser diesjähriger Arbeitseinsatz mit unseren Freunden vom BUND war mit 20 Personen sehr aktiv. Dank der guten Zusammenarbeit mit Jan von Oehsen (Erlaubnis zur Biotoperhaltung) und der Gemeinde Hambergen(Schredder), konnte eine relativ große Fläche in der Sandkuhle von aufwachsenden Kiefern und Birken befreit werden. Es wurde mit Motorsägen und Freischneidern gearbeitet. Das gesamte Schnittgut wurde gleich an Ort und Stelle geschreddert. Bei guten, teils sonnigem Wetter war es ein gelungener und guter Arbeitseinsatz. 

Bei einer leckeren Gyrossuppe von unserem ortsansässigen Schlachter Thamm wurden noch viel über die Aktion geredet und Informationen ausgetauscht. Fazit: Ein gelungener und erfolgreicher Tag durch einer guten Zusammenarbeit zwischen NABU/BUND/Sandhandel J.v.Oehsen/Gemeinde Hambergen u. Schlachterei Thamm. 

(Text: Jürgen Röper, Fotos: Siggi Eisend)


Wolfsland Niedersachsen

Vortrag von Kerstin Andersen

Am 25.10.2013 um 19:00 Uhr hatte Kerstin Andersen zu einem Vortrag über Wölfe im Gemeindehaus von Hambergen eingeladen. Als Wolfsbotschafterin des NABU Hambergen hatte sie sich u.a. auf Schulungen über den aktuellen Kenntnisstand über diese Tiere informiert und wollte nun der Öffentlichkeit die Gelegenheit bieten, ebenfalls etwas über Wölfe in Deutschland zu erfahren.
Mit 18 Zuhörern war die Veranstaltung gut besucht und die Leute kamen nicht nur aus Hambergen, sondern auch u.a. aus Fischerhude.

Der Vortrag war mit vielen interessanten bis lustigen Bildern sehr anschaulich dargestellt. Sowohl Zuschauer, die schon etwas Vorwissen hatten, als auch Leute ohne „Wolfsverstand“ fühlten sich an diesem gelungenen Abend bestimmt sehr gut unterhalten, was sich durch den kräftigen Applaus am Ende bestätigte.

Die Referentin informierte darüber, dass der Wolf sich nicht durch menschlichen Einfluss in Deutschland angesiedelt hat. Es sind niemals Wölfe ausgesetzt worden, auch nicht gezielt. Die ersten Tiere sind von Osten über die Grenzen eingewandert und die meisten sind inzwischen hier geboren.


Besonders bemerkenswert war auch eine Statistik, in der die Anteile der vom Wolf gefressenen Tierarten dargestellt wurde. Den größten Teil stellt das Rehwild; Haustiere – entgegen der verbreiteten Vorurteile – machen einen verschwindend geringen Anteil von unter 1% aus. Der Mensch passt auch nicht in das Beuteschema des Wolfes. Seit es wieder Wölfe in Deutschland gibt, ist kein Wolfsangriff auf Menschen bekannt.
Leider musste allerdings gesagt werden, dass der Wolf nicht in der Lage ist, das Problem der Überpopulation von Wildschweinen zu lösen. Dafür sind die Schweine dem Wolf gegenüber zu wehrhaft. Auch in Zukunft werden die Jäger daher nicht überflüssig werden.

Hier finden Sie mehr Infos zum Wolf. 

(Text: Birgit Neubauer, Fotos: Kerstin Andersen und Stefanie Nass)


Ehrenamtspreis für Jürgen Röper!

Preis der Nds. Umweltstiftung BINGO

 

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung verleiht am 9. September den Niedersächsischen Ehrenamtspreis im Naturschutz an zwei Moorschützer aus Hannover und Hambergen. Der diesjährige Preis der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung zeichnet zwei Ehrenamtliche aus, die sich seit mehr als 40 Jahren im Schutz niedersächsischer Moore engagieren. In diesem Jahr wird der Preis geteilt, da es sich „um zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten mit umfangreichen Aktivitäten und Kenntnissen handelt“, so Anne Zachow, Vorstandsvorsitzende der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und gleichzeitig Jury-Vorsitzende. 

Jürgen Röper ist ein im Raum Hambergen aktiver Naturschützer, der immer wieder Freiwillige motiviert, Moorflächen zu entkusseln (Entfernung aufwachsender Bäume und Büsche) oder Entwässerungsgräben zu verschließen. Nur so bleibt das zum Moorwachstum erforderliche Wasser in der Fläche. Auf diese Erfordernisse hat Dr. Reinhard Löhmer, der Preisträger aus dem Landkreis Nienburg, mit seiner Forschung Ende der Siebziger Jahre und in den frühen Achtziger Jahren hingewiesen. Damit leistete er einen wesentlichen Beitrag zur Wertschätzung des Ökosystems Moor.

 

Das Thema Moor ist in Niedersachsen zentral, was sich auch darin zeigt, dass mehr Einreichungen als bei den Preisverleihungen in den Vorjahren eingegangen sind. Dabei zeigt sich eine große Bandbreite an Aktivitäten seitens der Ehrenamtlichen. Diese haben sich sowohl in der Umweltbildung und beim Verschließen von Entwässerungskanälen hervorgetan, wie auch Beobachtungsmöglichkeiten und Exkursionen in die heimischen Moore geboten, Flächenankäufe getätigt und Einflussmöglichkeiten auf hoheitliche Planungen genommen. Diese Unterschiedlichkeit wurde im Rahmen des Festaktes durch den Umweltminister Stefan Wenzel gewürdigt, der die Rolle der Ehrenamtlichen beim zukünftigen Moorschutz des Landes Niedersachsen hervorhob.

 

Mit dem Niedersächsischen Ehrenamtspreis will die Bingo-Umweltstiftung „das herausragende und beispielhafte ehrenamtliche Engagement zum Wohle der Natur und zur Förderung der Umweltbildung anerkennen“, so Anne Zachow. Schließlich brauche die heimische Natur Menschen wie Dr. Reinhard Löhmer und Jürgen Röper! 


Jürgen Röper bewies in 40 Jahren Engagement, wie wichtig die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren ist, um die Ziele des Naturschutzes umzusetzen. Dabei wurde viel für Schmetterlinge, Vögel und Streuobstwiesen erreicht. Bei Wiedervernässungen und Entkusselungen legte Röper selbst Hand an. Er aktivierte Schüler und Ehrenamtliche zu Arbeitseinsätzen, die in tausenden von Stunden dem Moorschutz dienten.

 

„Nur einem Typ wie Jürgen Röper, der die Ärmel hochkrempelt und mit den Menschen deren Umwelt fördert, kann es gelingen, innerhalb von 20 Jahren die Mitgliederzahl einer örtlichen Naturschutz-Gruppe zu verzehnfachen“, sagt Zachow. Dass es nur mit den Menschen und diversen Akteuren geht, hat Röper früh verstanden. Daher hat er auch den 'Grünen Tisch' als Gesprächskreis von Naturschutzgruppen, dem Landkreis, Interessensvertretern und Anliegern ins Leben gerufen, um Meinungen auszutauschen und sich frühzeitig abzustimmen. Auch der Umweltbildung widmet sich Röper in einem außerordentlichen Maße und führte bereits unzählige Menschen durch die Moorlandschaft im Landkreis Osterholz. „Jürgen Röper weiß, dass es wichtig ist, über sein Handeln zu informieren“, so Stefan Wenzel, der Niedersächsische Umweltminister, in seinen Ausführungen. Die umfangreiche Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit sei ein Beleg dafür. Röpers Drang nach Aktivitäten zum Wohle der niedersächsischen Natur ist noch lange nicht erschöpft. Weiter pflanzt er mit seinen Mitstreitern des NABU-Hambergens Hecken und Sträucher und ist als örtlicher Naturschutzbeauftragter tätig. 


Text: BINGO, Fotos: Simona Bednarek, Dietmar Wonneberger


Kindergartentag Frühjahr 2013

Leben erwacht – Natur entdecken und erleben

war das Frühjahrsmotto 2013 des evgl. Kindergartens Wallhöfen, das mit der Fertigung und Ausgestaltung von Insektennistkästen am Familientag Ende Mai 2013 seinen Höhepunkt erreichte. Über 35 Hotels, gefertigt von Müttern, Vätern und Kindern waren das Ergebnis der Gemeinschafts-aktion, die unter der Regie von Frau Stracke mit Unterstützung des KiGa-Teams gründlich vorbereitet und durchgeführt wurde.
Das Technik-Team der NABU-Gruppe Hambergen beteiligte sich sowohl an der Vorbereitung durch Rahmen-Fertigungen, Zuschnitte und Bauteilen für die Innenausstattung, als auch an der Durchführung der Aktion. 

NABU signalisiert Zustimmung 

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte der Vorstand der NABU-Gruppe seine Unterstützung zugesagt, trafen doch Motto und Projekt einen Kernbereich des NABU, nämlich Kinder und Jugendliche an die Natur heranzuführen durch Erleben, Gestaltung, nachhaltiger Begleitung und Betreuung von Projekten. Die praktische Durchführung für den NABU übernahmen Siegi Arndt, Heinz Kramer und Gerold Wieting von der Gruppe Technik.

Projektvorstellung für Eltern

Auf einem der Aktion vorausgegangenen Info-Abend gab das KIGA-Team Hinweise über das Projektziel und den Tagesablauf. 
Jürgen Röper, Ortsgruppenvorsitzender, stellte neben der Organisation des NABU die aktuellen Projekte der Gruppe vor, Claudia Jaeger, Bienenexpertin und aktives NABU-Mitglied, gab Einblicke in die Bienenwelt und deren Nutzen, Wolfgang Vogel wies auf notwendige, intakte Lebensräume für Insekten insgesamt hin. Er warb für eine entsprechende Ausgestaltung des Umfelds, insbesondere des Gartens. Die von ihm favorisierte Wildblumensaatmischung könnten Eltern und auch Kinder gemeinsam einbringen und nachhaltig begleiten. 
Die Gruppe Technik gab praktische Hinweise zum Bau der Kästen, zum Umgang mit Werkzeug und zur Sicherheit für Kinder. 

Ablauf und Ergebnis des Familientages waren überaus beeindruckend: 35 Insektenhotels individueller Ausgestaltung waren das Arbeitsergebnis engagierter Eltern und toll motivierter Kinder, die das ‚einfach Klasse‘ fanden, mit den Eltern was zu bauen.

Inzwischen sind im Kindergarten mehrere ‚Erfolgsmeldungen‘ eingegangen: Bilder zeigen bereits belegte Kästen, Kinder und Eltern berichten, wie sie den fleißigen Bienen bei der Belegung der Röhrchen gespannt zuschauen. Eben auf diesen Effekt der Nachhaltigkeit hatte die NABU-Gruppe gesetzt. Das Projektziel des Kindergartenteams ist somit voll aufgegangen. 

Bericht: G. Wieting, Bilder: KiGa Wallhöfen


Bänke in der Natur

Rast, Ruhe und Naturerlebnis

Rechtzeitig zum Aufbruch der Natur konnte die Gruppe Technik sowohl auf dem Kleinen Heilsberg im Heilsmoor, als auch auf der projekteigenen Streuobstwiese selbst gefertigte Bänke aufstellen.

 

Beide Bänke dienen neben ihrer Funktion als Rast- und Ruhemöglichkeit hervorragende Einblicke in die sie umgebende Natur. Die Bänke sind aus massiven Eichenholz-Elementen, fest verankert, sicher und standfest. Die NABU-Gruppe Hambergen wünscht gute Erholung und erlebnisreiche Natureinblicke. 

Text und Fotos: G. Wieting


Natur als Spiegel der Seele

Vortrag von Burkhard Hoffmann

Über 30 Interessierte Teilnehmer hörten am letzten Freitag gespannt dem Vortrag in dem Gemeindehaus der Kirche zu. Burkhard Hoffmann sprach darüber, die Natur als Weg zur Selbsterkenntnis, Sinnfindung, Bewältigung von Lebensübergängen und Lebenskrisen zu nutzen. Im schönen Gemeindesaal der Hamberger Kirchengemeinde berichtete er über seine Erfahrungen. Er selbst hat seit vielen Jahren die sogenannte Visionssuche praktiziert und bietet sie auch jetzt in Norddeutschland an.

 

'Die Natur rührt an unsere Sehnsüchte und unsere Ängste, in der Natur finden wir uns wieder. Seit Jahrtausenden nutzten Menschen die Natur, um Antworten auf Innere Prozesse und Fragen zu finden.'

 

Viele Völker nutzen naturbezogene Rituale, um eine Selbstfindung zu erreichen. Diese Art der Symbiose mit der Natur ist über die letzten Jahrhunderte besonders durch die Wissenschaften und Industriealisierung in den Hintergrund gerückt. 'Menschen gehen heute eher zum Psychologen als in die Natur, dessen Teil wir sind' bemerkt er. Der Zusammenhang mit der Natur betrifft jeden Menschen, er bemerkt es heute jedoch nicht mehr so wie früher. Der Vortrag war so eindrucksvoll, dass die Zuhörer am Ende erst einmal Luft holen mussten, bevor sie angeregte Fragen und Diskussionen führten. 

 

(Text und Bilder: F.Martin)


3 Dohlen-Nisthilfen erfolgreich eingesetzt

Gelungene Aktion!

Rechtzeitig vor der einsetzenden Brutsaison konnte der NABU-Hambergen bei der Familie Witte in Axstedt die bereits vorgefertigten Dohlennistkästen einsetzen, Jürgen, der Hausherr, gab auch die arbeitstechnisch anspruchsvollen Positionen vor. Hierfür konnte ‚Ocker‘, ein befreundeter Naturliebhaber gewonnen werden; Heinz und Gerold von der Gruppe Technik des NABU konnten da ’nur‘ assistieren.

Die 3 Kästen am oberen Giebelbereich sind für den gesellig lebenden Vogel sehr gut erreichbar und die Chancen stehen gut, dass sie auch angenommen werden. 

Für die Familie Witte als Dohlenfans sind die Vögel eine absolute Bereicherung des ohnehin schon reichhaltigen ornithologischen Bestandes ihres Anwesens, der Vogel ist hier gut aufgehoben. 


Das ist nicht überall so: Die Population der Dohle geht in ihrem Bestand zurück, auch deshalb haben der Bund für Vogelschutz und der NABU auf sie aufmerksam und sie 2012 zum Vogel des Jahres erklärt, gleichzeitig auch für einen besseren Schutz ihres Lebensraumes geworben. 

Die Gruppe Hambergen freut sich über diese Initiative und einer gelungener Aktion, die als gutes Beispiel für private Vogelhilfe steht.
Hier finden Sie mehr Infos zur Dohle 

(Text: Gerold Wieting, Fotos: Marut Lührs)

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Jahreshauptversammlung 2013

Neuer Vorstand gewählt

Die JHV war wiedereinmal ein interessanter Abend mit Gästen und Ehrungen. Es waren 21 Mitglieder des NABU und 4 Gäste anwesend. Die kompletten Berichte und Anlagen sind unter: Das NABU-Jahr 2012 zu finden.


Entkusseln in der Sandkuhle Wallhöfen

mit unseren Freunden vom BUND

Am 16.02.13 trafen wir uns mit 13 Aktiven vom NABU Hambergen und 9 Aktiven vom BUND Bremen zu einem weiteren gemeinsamen Arbeitseinsatz… dieses Mal nicht am Schäferberg… sondern in der Sandkuhle in Wallhöfen. 

In den letzten Jahren ist dort kein Sand mehr abgebaut worden und die Verbuschung bzw. der Baumwuchs hat stark zugenommen. Da dort viele Solitärbienenarten und auch seltene Pflanzen ihren Lebensraum haben, musste also gehandelt werden um das Biotop mit den Arten zu erhalten. Also machten wir uns an die Arbeit und fingen kräftig an zu entkusseln. 

Mit Motorsägen uns Freischneidern sowie einen großen Schredder kamen wir gut voran. Gegen Mittag gab es dann eine leckere Gulaschsuppe von unseren Schlachter vor Ort. An diesem Samstag wurden wir aber nicht fertig mit der Arbeit und so trafen wir uns am 16.03.13 noch einmal mit 14 Personen.

 

Es wurde das restliche Buschwerk geschreddert und es wurden wichtige Sandflächen freigelegt. Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis, wenn zwei Naturschutzverbände „gemeinsame Sache“ machen! Unser Dank gilt Jan von Oesen, der es uns als Besitzer der Sandkuhle ermöglicht hat, die Arbeiten durch zu führen. Das Projekt wird uns auch weiterhin beschäftigen. 


(Text: jürgen Röper, Fotos: Frank Martin)


Der Häcksler in vollem Einsatz

Vohrlingenhecke gestutzt

Auch in diesem Jahr gab es wieder einen Arbeitseinsatz an der Vohrlingenhecke in Hambergen. Der Häcksler der Gemeinde wurde uns freundlicherweise gleich zur Verfügung gestellt. Bei schönem Wetter wurde die jährliche Pflege mit großem Engagement von ca. 10 Aktiven erledigt. Erstmalig wurde das Schnittgut vor Ort geschreddert. Somit konnte viel Zeit gespart werden. Die Pflege besteht darin, jedes Jahr bestimmte Abschnitte „auf den Stock“ zu setzen.

Schwierig gestaltete sich die Anfahrt des Schredders. Der vorhandene Trecker schaffte es nicht, das schwere Gerät durch den Matsch zu ziehen. Daher wurde kurzerhand ein zweiter Trecker organisiert, der dem ersten „auf die Sprünge“ half. An dieser Stelle ein Dankeschön an den hilfsbereiten Landwirt. Zum Abschluss der ca. dreistündigen Aktion wurde im Trafohäuschen eine leckere Suppe für alle ausgegeben. 
(Text und Fotos: Claus Neubauer)


Moorprojekt des NABU von der UN ausgezeichnet

UN-Dekade Biologische Vielfalt

Auch in diesem Jahr wurde dem neuen 7. Jahrgang der Gesamtschule am Wällenberg im Rahmen einer Feierstunde am 16.11.12 die Patenschaft über das Heilsmoor übertragen – und es gab wiederum einige Neuigkeiten rund um’s Moorprojekt. Wie in den vergangenen Jahren waren alle SchülerInnen des aktuellen 7. Jahrganges erschienen, aber auch viele Gäste! In diesem Jahr warfen die Vereinten Nationen ein besonderes Licht auf die nunmehr fast zehnjährige Patenschaft zwischen dem NABU Hambergen und der Kooperativen Gesamtschule: Wie das? Weltweit sterben jährlich viele Tierarten aus. Dies hat manchmal ganz natürliche Ursachen, aber in 100- bis 1000-facher Größenordnung wird dies durch den Menschen bedingt. Um dem Einhalt zu gebieten, haben die Vereinten Nationen den Zeitraum von 2012 bis 2022 zur Dekade der Artenvielfalt erklärt. Dazu gehört eine Vielzahl von Maßnahmen. Unter anderem werden Projekte ausgezeichnet, die in origineller und beispielhafter Weise dem Erhalt gefährdeter Tier- und Pflanzenarten dienen.

Einer Ausschreibung folgend informierte Dietmar Wonneberger aus Hambergen die mit der Auswahl der Projekte betraute Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Nun aber der Reihe nach: Zur Feierstunde in der neuen Mensa der KGS waren viele Aktive des NABU gekommen, aber auch wie in jedem Jahr unser Samtgemeindebürgermeister Bernd Lütjen. Nach der Begrüßung übernahm er das Wort und erläuterte – vor allem den ganz jungen Anwesenden – anschaulich die Bedeutung der UNO: Wer gehört dazu? Welche Ziele hat sie? Warum wird sie auch im Bereich Umwelt- und Artenschutz aktiv, usw.? Für den nächsten Part hatte sich ein besonderer Gast eingefunden – unser Landrat Dr. Jörg Mielke! Er war stellvertretend im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gekommen, um unser Moorprojekt als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ auszuzeichnen. Dabei würdigte er noch einmal ausdrücklich die inzwischen über 1500 SchülerInnen, welche beim jährlichen Entkusselungseinsatz kräftig und mit Begeisterung zupack(t)en, denn durch ihre Energie lebt das Projekt und damit das Heilsmoor weiter!

Als besonders Aktive der letzten Entkusselungsaktion übernahmen die beiden inzwischen Achtklässler Lea Zebandt und Dennis Dierschauer die Urkunde samt Modell-Baum und Plakette aus den Händen von Dr. Jörg Mielke, während im Hintergrund die zugehörige Flagge entrollt wurde. In bewegenden Worten dankten die Schulleiterin Ellin Nickelsen und der Vorsitzende des NABU Hambergen Jürgen Röper für die Auszeichnung und gaben noch einen Rückblick auf die nun schon fast eine Dekade währende Partnerschaft, die sich inzwischen auf weitere Bereiche ausgedehnt hat: Sei es das grüne Klassenzimmer, die Neugestaltung des Teiches, das Apfelprojekt, die Schulhofgestaltung oder sogar die Betreuung einiger Kurse im Nachmittagsangebot.

Dann der zweite Höhepunkt: Aus den Händen von Charlotte Fricke und Anton Harms (8.Jahrgang) wurde das Moorbuch an Ester Oettinger und Jonas Brünjes (7. Jahrgang) übergeben – und mit diesem Symbol auch die Verantwortung für das Heilsmoor für das laufende Schuljahr. Ungeduldig scharrten alle 140 Siebtklässler mit den Füßen, aber sie müssen wohl noch warten bis zum 23. und 24. Januar 2013. Denn dann heißt es wieder „Baum fällt!“ und „Alles muss ´raus!“ (Fast alles!) und „Tschüs Schule, wir geh‘n ins Moor!“ Na denn, auf ein Neues… 

(Text: Thomas Köhring, Fotos: Dietmar Wonneberger)