Berichte des NABU Hambergen aus 2018



Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere getätigte Arbeit und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft vorstellen.

 

Alle Berichte:

Mauersegler 2018 in Hambergen

In diesen Tagen verlassen uns die Segler,

ziehen südwärts über die Sahara hinaus

bis in die Innertropische Konvergenzzone zwischen

Äquatorial- und Südafrika, wo es nach saisonalen

Niederschlägen ein großes Insektenangebot gibt.

Derweil verzeichnet die NABU-Gruppe Hambergen im heimischen Brutgebiet das erfolgreichste Mauerseglerjahr seit 2003, dem Beginn der Betreuung des Sommervogels. Etwa 40 Segler wurden an den Brutschwerpunkten Altes Rathaus und Altes Feuerwehrhaus registriert, nachdem das Nisthilfenangebot  zuvor erweitert und auch angenommen wurde.

In 9 Monaten kommen die Segler zurück, bis dahin ist eine Menge zu tun, um der dann gestiegenen Nisthilfennachfrage zu entsprechen. Außerdem sind am Alten Rathaus Flugschneisen für den An- und Abflug und die den Seglern entsprechenden Sozialflüge (Gruppenflüge) freizulegen.

 

Die Gruppe bereitet sich vor, der diesjährige Erfolg ist großer Ansporn.

 

Text und Bilder:

Jürgen Röper und Gerold Wieting

Fahrradtour zu unseren Projekten

Die jährliche Fahrradtour zu unseren Projekten hat stattgefunden.

 

Treffpunkt war wie immer um 15 Uhr an der Kirche in Hambergen. Die von Claus Neubauer geführte Tour führte zur Streuobstwiese, zur Vohrlingenhecke, zur KGS, zum Trafo weiteren Projekten des NABU Hambergen.

 

Sie dauerte ca. 2 Stunden.

Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese

Auch in diesem Frühling musste auf unserer Streuobstwiese am alten Rathaus einiges getan werden. Der Verbiss- schutz an den Obstbäumen wurde fachmännisch verbessert und auch erneuert, damit der Rasen direkt am Baum besser gemäht werden kann. Der Einsatz dauerte gut 3 Stunden, aber das Wetter spielte gut mit. Etwa 12 Aktive waren dabei. Zu guter Letzt gab es eine schöne Brotzeit, die Kurt und Marion Erfurt vorbereitet hatten..

 

Mit dabei 2 neue NABU-Mitglieder, die hier ihren ersten Einsatz für im NABU Hambergen machten.

 

Die Streuobstwiese ist arbeitsintensiv, muss immer weiter bearbeitet werden. Eine kleine Gruppe von Aktiven kümmert sich darum. Sie können noch Mitstreiter gebrauchen. Meldet Euch bei uns, wenn ihr mitmachen wollt.

 

Bilder: Burkhard Hoffmann

Hier noch ein paar Bilder von dem Einsatz

Text: Frank Martin

Wildbienen auf der Streuobstwiese

Auch dieses Jahr wurde von unserem NABU-Mitglied Kurt Erfurt in das Insektenhotel ein Wildbienen-Kasten eingesetzt. Es beinhaltet unsere erste Mauerbienenzucht auf der Steuobstwiese. Der dafür extra hergestellte Bienen Nistblock wurde integriert.

 

Nun kann der Frühling kommen!

Text: Frank Martin, Fotos: Marion Erfurt

Nistkastenpräsentation der NABU-Gruppe

Die diesjährige Aktion  der Nabu-Gruppe verlief wiederum sehr erfolgreich, deutlich vor Schluss waren sämtliche Nisthilfen vergriffen, weitere Nachfragen wurden an den folgenden Tagen ‚abgearbeitet‘, um die einsetzende Brutperiode noch rechtzeitig zu erreichen.

‚Star des Tages‘ war eindeutig der Vogel des Jahres mit einer sehr gelungenen Nisthilfen-präsentation, welche stark nachgefragt war.

Die Bestandsabnahme des Vogels und anderer Arten im eigenen Garten ist auch bei den Besuchern am Stand nicht unbemerkt geblieben. Überhaupt standen Themen  über Natur und Umwelt sehr im Fokus.

NABU-Aktive am Stand waren: Sigi, Heinz und Gerold

Bericht: Gerold Wieting, Bilder: Dietmar Wonneberger

Kopfweidenschnitt auf der Streuobstwiese

Neben den 55 Obstbäumen stehen am Rand der Streuobstwiese auch 16 Kopfweiden. Damit der „Kopf“ entsteht, werden die Bäume in Abständen von 3 – 5 Jahren geschnitten. Geschieht dies regelmäßig, bilden die Weiden Hohlräume in ihren Stämmen. Sie bieten hervorragende Brut- und Nistplätze für zahlreiche Vögel, darunter stark gefährdeten Arten, aber auch Unterschlupf für kleine Säugetiere. So fühlen sich hier Weidenmeise, Grauschnäpper und Gartenrotschwanz recht wohl, aber auch Fledermäuse, Steinkauz, Hohltaube und Siebenschläfer. Auch zählt die Weide zu den insektenreichsten Baumarten Mitteleuropas. Der Kopfweidenpflege wird im Naturschutz besondere Bedeutung beigemessen.

Einige Aktive des NABU Hambergen trotzten der Kälte. Bei – 10°C und Sonnenschein gingen sie am 28. Februar  an die Arbeit. Unterstützt wurden sie vom Ritterhuder NABU-Mitglied Herbert Asskamp. Mit Kettensäge und Hochentaster wurden die ausgetriebenen Weiden zur typischen Kopfform zurückgeschnitten. Ein abschließender Glühwein kam nach getaner Arbeit gerade recht.

 

Bericht und Fotos: Dietmar Wonneberger

Arbeitseinsatz in der Sandgrube mit dem BUND

In der fast 8 ha großen Sandgrube wird seit ca. 20 Jahren kein Sand mehr abgebaut, inzwischen hat sich die Grube zu einem besonderen, abwechslungsreichen Biotop entwickelt. Doch beschatten die inzwischen dort gewachsenen Kiefern die Sandfläche, sodass der Lebensraum für verschiedene Pflanzen- und Tierarten nicht mehr gewährleistet ist. Deshalb wird seit mehreren Jahren der Bewuchs vom NABU Hambergen gemeinsam mit Naturschützern des BUND Bremen an ausgewählten Stellen kurz gehalten.

Um dem entgegenzuwirken, entkusselten 18 Aktive am 17. Februar 2018 teilweise das Gelände. Die entnommenen Bäume wurden gehäckselt. Nach getaner Arbeit wurden die Aktiven mit einer kräftigen Käsesuppe belohnt.

 

Seltene Tier- und Pflanzenarten haben sich in der Sandgrube angesiedelt: Teich-, Kamm- und Fadenmolch, verschiedene Tagfalter, Widderchen, eine große Zahl von Solitärbienen. Auch der Pillenfarn wächst dort.

Herzlichen Dank an die Gemeinde Hambergen, die den Häcksler unentgeltlich zur Verfügung stellte, ebenso an den Besitzer Jan von Oesen, der die Erlaubnis für die Entkusselung gab und der einen Hänger für das Schreddergut bereitstellte.

 

Text und Fotos: Dietmar Wonneberger

Jahreshauptversammlung erst im Mai

Liebe Mitglieder und Freunde des NABU Hambergen, aus internen Gründen haben wir die diesjährige Jahreshauptversammlung (für das Jahr 2017) verschoben. Sie findet jetzt statt am

 

Dienstag, den 15. Mai 2017 um 19:00Uhr

 

Der Veranstaltungsort wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.

gez. das Vorstands-Team des NABU Hambergen

 

Bis dahin ein paar Bilder aus der Bilddatenbank des NABU zum Thema Mai! Viel Freude damit.

Entkusseln vor 20 Jahren

Wir haben einmal unsere Archive durchgesehen und ein paar schöne Fotos ausgekramt.

Schon seit 20 Jahren entkusselt der NABU Hambergen die Moore. Früher noch mit Pferden und ein paar engagierten Naturschützern, heute in Kooperation mit der KGS und mehr als 150 Schülern jedes Jahr (siehe Berichte).

Als wir ca. 1998 diese Aufnahmen machten, konnten wir noch nicht ahnen, dass wir in den vielen kommenden Jahren so viel Anerkennung für dieses Projekt erhalten würden. Wir wurden dafür sogar von der UN ausgezeichnet (siehe Bericht).

Die damalige Methode, in dem unwegigen Gelände Pferde einzusetzen, war sehr effektiv, aber auch mit Schwierigkeiten verbunden.

Es bedeutete eine große Anstrengung, die Pferde und die Schlitten in das sumpfige Naturschutzgebiet zu überführen. Die freundliche Hilfe des Besitzers der Kaltblüter (wer weiß noch seinen Namen?) war es zu verdanken, dass nicht die Muskelkraft sondern die Pferde die Motoren für die Schlitten waren (wo sind eigentlich die Schlitten geblieben?). Aber auch Gefahren lauerten. So versackte ein Pferd und konnte nur mit großen Mühen wieder befreit werden.

In diesem Einsatz sind zu sehen: Dietmar Wonneberger, Jürgen Röper, Manfred Kück und seine Tochter, Willi Geils, Reiner Gärtig und andere.

Nachdem die entkusselten Bäume geschnitten wurden (die Methode ist heute noch immer die gleiche) wurden sie auf den Schlitten bis zum Rand des Moores abtransportiert.  Die Gemeinde hat dann das Material an Ort und Stelle gehäckselt bzw. von dort abtransportiert. 

Die von einer Firma gebundenen Faschinen fanden im Küstenschutz Verwendung. Die Schlitten wurden zu Beginn von uns gezogen, bzw. geschoben. Weil das zu anstrengend war, kamen wir auf die Idee mit dem Pferde-Schlitten. Uwe Tellmann (aus Lübberstedt) hatte die zwei Schlitten damals für den NABU gebaut. Später hatten wir auch einen Raupentraktor eingesetzt (Raupenbreite 1,20 m); eine gute Lösung, doch das war zu teuer. 

 

 

Die Fotos stammen übrigens aus den Archiven von Jürgen Röper und Dietmar Wonneberger. Wer sich auf den Bildern wiedererkennt, der melde sich doch bitte einmal bei mir per E-Mail. Gerne nehme ich Eure Namen noch als die Pioniere in diesen Artikel mit auf.

Bilder: NABU Hambergen, eingescannt von Dietmar Wonneberger

Text: Frank Martin

Entkusseln 2018 – ein trauriger Rekord?!

Nur um es von Anfang an klar zu stellen:

Unsere Siebtklässler waren wieder dabei und sie haben ihre Sache gut gemacht!

Wie im vergangenen Jahr waren es der 23. und 24. Januar, an dem der 7. Jahrgang zu seinem schon Tradition gewordenen Arbeitseinsatz losgezogen ist: Am 23. Januar waren es die Klassen 7.2, 7.3 und 7.4 der KGS Hambergen, die im Heilsmoor in verschiedenen Bereichen unterwegs waren und Birken und Kiefern entfernt haben.

Am 24. Januar halfen die Klassen 7.1, 7.5 und 7.6, den überhand nehmenden Kiefernwuchs im Springmoor zu beseitigen.

Wie in den letzten Jahren hat sich eine Sache bestätigt: Wenn engagierte und überzeugte KlassenlehrerInnen vorangehen, dann sind auch die SchülerInnen mit Begeisterung dabei.

Das war auch in diesem Jahr so! Neben den vielen getreuen Helfern vom NABU Hambergen, den Freunden von der Biologischen Station Osterholz haben auch einige neue Helfer den Weg zu uns gefunden: Harry Westenberger, Wolfgang Müller und Frank Martin. Auch unser Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock hat durch seine Teilnahme (wieder einmal) bewiesen, wie wichtig ihm dieses Projekt ist! 

 

Zwischendurch gab es Besuch vom Landkreis Osterholz - Ole Vollmerding schaute nach den Rechten: Was schaffen wir mit „manpower“? Wo ist vielleicht ein späterer Einsatz von Maschinen notwendig? Immerhin gibt es genug Bereiche, wo die Bäume inzwischen zu groß sind für Bügelsäge und Astschere… Übrigens: Die von uns entfernten Bäume wurden am Rand des Moores aufgestapelt. Wir können uns auch in diesem Jahr darauf verlassen, dass sie sachgerecht geschreddert und abgefahren werden – dank guter Absprachen mit dem Landkreis Osterholz.

 An dieser Stelle müssen auch die Eltern unserer SchülerInnen genannt werden!

Sicher nicht immer einfach: Mit Fahrgemeinschaften organisierten sie den Transport zum Wasserwerk Wallhöfen und zum Springmoor für immerhin 150 Kinder – eine logistische Meisterleistung. Einige Mütter haben uns sogar vor Ort in der Pause besucht und unsere SchülerInnen mit Kakao, Tee, Kuchen u.a. verwöhnt und verbrauchte Energien zurückgebracht.

Ohne ihre Hilfe wäre die Entkusselungsaktion in dieser Form wohl nicht denkbar – ein großes DANKESCHÖN! dafür.

Zwei Tage später gab’s eine Rückschau auf den Einsatz: In der Mensa der Schule haben sich alle Beteiligten noch einmal zusammengefunden und beide Tage Revue passieren lassen. Der Förderverein unserer Schule, unserer Samtgemeinde-bürgermeister und Fa. Kück haben für alle Beteiligten ein kleines Frühstück ausgegeben.

 

Und was war nun der Rekord?

Warum war unser Einsatz dann womöglich ein trauriger Rekord? Noch nie sind wir Ende Januar bei Temperaturen um +12 °C losgegangen, noch nie war es so warm. Erste Anzeichen einer globalen Erwärmung? Zumindest ein Grund, mal ernsthaft  ´drüber nachzudenken!

 

Bericht: Thomas Köhring, Fotos: verschiedene NABU-Mitglieder der Gruppe Hambergen


Presseberichte


Bericht des Osterholzer Anzeigers:

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Fotogalerie

Hier sind die vielen schönen Bilder zu sehen, die verschiedene NABU-Mitglieder "geschossen" haben. Beim Anklicken könnt ihr sie vergrößern!

15 Jahre aktiv für den Mauersegler

Am Ende der Brutsaison wurden  etwa 25 Segler bei Sozialflügen allein im Bereich des alten Rathaus beobachtet, deutlich mehr als in vorausgegangenen Jahren.

Wir haben das zum Anlaß genommen, die langjährige Arbeit mit den Mauerseglern einmal zu dokumentieren.

 

Lest dazu hier mehr

 

 

Bild: NABU / Fotonatur

Die Ortsgruppe Hambergen schaut auf ein erfolgreiches Mauerseglerjahr 2017 zurück. Nisthilfenprogramme  stabilisieren und  vermehren die heimischen Bestände.